Verschenkt

Auf die sch(m)erzhafte Tour: Was die Region diese Woche bewegte

Das war es jetzt wohl endgültig mit dem Sommer. Keine heißen Tage mehr, nur noch wenig Sonne. Und wenn sie überhaupt scheint, steht sie so tief, dass man beim Blick durch die Scheibe stets daran erinnert wird, vielleicht mal die Fenster zu putzen. Aber bei dem Wetter?

Umstellen müssen sich auch die Bewohner am Trützschler in Glauchau. Statt Staub haben sie es nun mit Dreck und Schlamm vor ihren Haustüren zu tun. Einmal mehr wurde diese Woche deutlich, dass die Stadt keinen Weg findet, die sandgeschlämmte Straße zu asphaltieren. Das ist nur dann möglich, wenn die Anwohner Erschließungsbeiträge zahlen, argumentiert die Stadt. Denn rein baurechtlich sei die Straße gar keine Straße. Mit Blick auf den Zustand der Piste erscheint das glaubhaft.

Unglaublich hingegen ist die Aktion, die Agricola-Maschinen, oder besser, das was davon noch übrig geblieben ist, nach Reinsdorf zu verschenken. Das ist das Ende einer gar traurigen Geschichte aus Glauchauer Sicht, denn so richtig was anfangen konnte die Stadt mit den nach Agricolas Plänen gebauten Maschinen nicht. Agricola, der große Sohn der Stadt, einmal mehr geohrfeigt, obwohl er gar nichts dafür kann.

Man stelle sich nur mal vor, am Karl-May-Denkmal in Hohenstein-Ernstthal wächst Moos und die Geburtsstadt des Abenteuerschriftstellers verschenkt die Büste nach Oberwiera.

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