Westbesuch beim Trabitreffen

Ein Trabant, der früher in Glauchau gefahren wurde, fand am Wochenende in feschem Silber den Weg zurück nach Westsachsen.

Zwickau/Glauchau.

Auf dem Zwickauer Flugplatz lag am Wochenende Gemischgeruch in der Luft: 682Ostfahrzeuge und noch viel mehr Fans dieser Autos haben sich ein Stelldichein gegeben, als der Trabant-Club Zwickau zum 12. Trabant- und Ostfahrzeugetreffen einlud. Schon die Autonummern verrieten, dass die Teilnehmer nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland, ja sogar aus Tschechien, Polen, Dänemark und Frankreich angereist waren, um zu fachsimpeln und Ersatzteile zu tauschen. Im Landkreis Zwickau fahren wieder mehr Leute Trabi: Aktuell sind 933 Trabant angemeldet, sagt Landkreissprecherin Ilona Schilk. Vor fünf Jahren waren es 844.

Nicht weniger als 675 Kilometer Anreise hatte Sebastian Sonntag. Der 37-jährige gebürtige Roßweiner ging als Kind am 13. November 1989 mit Vater und Geschwistern in den Westen, nachdem seine Mutter bereits vorher bei einem Besuch in der Bundesrepublik geblieben war. Sonntag lebt jetzt in Flensburg und arbeitet in Dänemark. Zum Treffen nach Zwickau kommt er immer gern. Überhaupt ist der Mann, der von seinen Freunden Trabi-Bastian genannt wird, trotz der großen Entfernung oft in Sachsen, weil er in Chemnitz eine Freundin hat, mit der er seine Liebe zu Ost-Fahrzeugen teilt. Den Trabant hat Sonntag vor sechs Jahren gekauft und liebevoll wieder hergerichtet. "Wir haben herausbekommen, dass er früher von einem Glauchauer gefahren wurde, die Adresse ausfindig gemacht und ihn besucht", sagt Sonntag.

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