Noch 12.500 Euro für Kultur übrig

Tu Gutes und rede darüber: Landkreis will in Zukunft als Förderer genannt werden

Werdau.

Vereine und Veranstalter, die einen Zuschuss aus den Fördertöpfen zur Kulturförderung des Landkreises Zwickau bekommen, müssen darauf in Zukunft deutlich hinweisen.

Der Bildungs- und Kulturausschuss des Kreistages hat am Mittwochabend eine Änderung der Kulturförderrichtlinie beschlossen. Dabei wurde festgelegt, dass auf die Förderung durch den Landkreis in Publikationen, Presseinformationen, Programmheften und Internetauftritten hingewiesen werden muss. Die Behörde gibt sogar den Passus vor: "Gefördert durch den Landkreis Zwickau." Offen ist bisher, wie die Umsetzung der neuen Auflage überprüft werden soll und welche Sanktionen bei Verstößen drohen. In der Vergangenheit mussten Städte und Gemeinden bereits explizit an Bautafeln auf die Zuschüsse, die vom Freistaat kommen, hinweisen.

Die Kreisräte stimmten dem Vorschlag von Landrat Christoph Scheurer (CDU) in der achtminütigen Kurz-Sitzung im Verwaltungszentrum in Werdau zu - ohne jegliche Diskussion. Neu ist außerdem, dass Vereine und Veranstalter künftig keinen finanziellen Eigenanteil der Sitzgemeinde mehr nachweisen müssen. Die neue Kulturförderrichtlinie tritt am 1. September 2018 in Kraft.

Der Landkreis Zwickau unterstützt Projekte unter anderem in den Sparten Museen, Heimatpflege, Musikpflege, Kirchenmusik sowie darstellende und bildende Kunst. Dafür stehen 40.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. 2018 wurden bisher 27.500 Euro an 30 Vereine und Einrichtungen verteilt. 12.500 Euro sollen in den nächsten Wochen noch ausgereicht werden, sagt Landkreis-Sprecherin Ilona Schilk auf Anfrage der "Freien Presse". Die Obergrenze der Förderung von einzelnen Projekten liegt bei 1000 Euro. (hof)

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