Zisternenbau noch dieses Jahr

Von der Finanzspritze des Freistaates soll in Oberwiera eine Zisterne gekauft werden. Die wird zwar gefördert, doch was an Geld übrig bleibt, ist schon verplant.

Oberwiera.

Die Pauschale von 70.000 Euro, die der Freistaat allen Kommunen in Sachsen zur Verfügung stellt, soll in Oberwiera in die Anschaffung einer Zisterne für den Ortsteil Wickersdorf fließen. Das hat Bürgermeister Bernd Geringswald (CDU) schon vor einem halben Jahr mitgeteilt, als die Finanzspritze durchgewunken wurde.

Laut dem Ortschef soll der Sammelbehälter, der rund 100 Kubikmeter umfasst, rechts der B 180 aus Richtung Waldenburg nach dem Ortseingang installiert werden, und zwar noch dieses Jahr. Voraussetzung: Die Witterung spielt mit und der Winterfrost setzt nicht zu früh ein, so Geringswald. Die Zisterne dient vor allem der freiwilligen Feuerwehr als Löschwasserquelle für Einsätze.

Weil die Anschaffung der Zisterne zu 75 Prozent gefördert wird, bleibt ein großer Teil der Landespauschale übrig. Für Extrawünsche ist dennoch kein Platz. Geringswald: "Das Geld benötigen wir, um Löcher im Haushalt zu stopfen." Ein Ölbehälter muss aufgrund einer Havarie ersetzt werden. Die dafür anfallenden Kosten von über 30.000 Euro waren im Haushaltsplan noch nicht vorgesehen. Weitere Mehrkosten betreffen das Geld, das Geringswald als Bürgermeister zusteht. Denn der übt sein Amt ehrenamtlich aus. Und weil die Aufwandsentschädigung dafür im Freistaat dieses Jahr ebenfalls erhöht wurde, steht ihm wie allen anderen ehrenamtlichen Kollegen und Ortsvorstehern entsprechend mehr Geld zu - was zu Lasten der Gemeindekasse geht.

Ein Lichtblick: Das im Haushalt zum Jahresanfang prognostizierte Minus von über 134.000 Euro wird laut dem aktuellem Stand etwas geringer ausfallen, teilte Kämmerin Ute Warmuth bei der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Grund dafür sind die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde, die höher ausfielen als angenommen. Außerdem verringert sich die Kreisumlage, die Schlüsselzuweisung wiederum hat sich erhöht. Endgültig sind diese Zahlen aber noch nicht, sagte Warmuth.

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