Zur Museumsnacht gibt es oben und unten etwas zu sehen

Am Samstag öffnet das Schloss Hinterglauchau zur sechsten Auflage. Dabei wird auf ein vielfältiges Angebot gesetzt.

Glauchau.

Am Samstag ist es wieder soweit: In dem altehrwürdigen Gemäuer des Schlosses Hinterglauchau findet zum sechsten Mal die Glauchauer Museumsnacht statt. Nach den Worten von Museumsleiterin Wiebke Glöckner soll der Abend Groß und Klein zum Verweilen und Genießen einladen.

Für Besucher bietet sich am Samstag die Möglichkeit, das sonst nicht zugängliche Gangsystem der Schlossanlage mit dem Experten Peter Zimmermann zu erkunden. Vermutlich, so Zimmermann, entstand das bis zu 400 Meter lange und etwa 14 Meter tiefe Gangsystem im 12. Jahrhundert. Die fachkundig angelegten Höhlengänge in Spitzbogenform dienten als Schutz vor Bränden und kriegerischen Auseinandersetzungen sowie zur Lagerung von Lebensmitteln.


Weiterhin werden stündlich Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung "Nur das Beste" mit dem Museologen Robby Joachim Götze angeboten. In den Führungen wird er den Ehrenbürger von Glauchau, Paul Geipel, in seiner Tätigkeit als Pathologen und passionierten Kunstsammler vorstellen sowie auf überraschende Entdeckungen - versteinerte Hölzer und Saurierknochen - eingehen. In den Jahren von 1943 bis 1957 schenkte der Dresdener Mediziner dem Museum der Stadt Glauchau einen großen Teil seiner Sammlung und legte damit einen Grundstein der Ausstellung. Sie umfasst unter anderem 150 Gemälde, 6500 Grafiken, etwa 350 Plastiken, eine fotografische Sammlung und etwa 2300 Mineralien und Fossilien. Die Schätze schlummerten bisher zum großen Teil im Depot des Museums. "Die bürgerliche Sammlung ist die wohl einzige, die in ihrer ursprünglichen Struktur nach der Weltwirtschaftskrise und dem Krieg in Dresden erhalten geblieben ist", sagt Götze.

Zudem wird am Samstagabend die Gräflich Schönburgische Schloßcompagnie mit ihren Musketieren und der historischen Tanz- und Spielgruppe für Unterhaltung sorgen. Laut Bernhard Schareck, Vorsitzender des Vereins, werden die Mitglieder mit einem Augenzwinkern das höfische Leben der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Glauchauer Schloss wieder auferstehen lassen.

Darüber hinaus wird im Innenhof des Schlosses die Band Laute Welt aus Weimar handgemachte deutschsprachige Musik darbieten.

Auf eigene Faust können Besucher zudem die alte Kapelle und Remise besichtigen und die wechselvolle Geschichte des Schlosses, die bis in das Jahr 1884 zurückreicht, entdecken.

Die Öffnungszeiten im Rahmen der Museumsnacht sind am Samstag von 18 bis 23 Uhr. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Für Erwachsene beträgt der Eintritt zur Abendveranstaltung 11,90 Euro.

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