Landrat kritisiert Notbremse

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Obwohl er die vom Bund verordneten Schulschließungen für unnötig halte, muss Scheurer die neuen Regeln durchsetzen.

Landkreis.

Ungewohnt deutlich hat Landrat Christoph Scheurer (CDU) die Bundesnotbremse kritisiert. Die Schulschließungen ab Montag sehe er als unnötig an, da Tests an sächsischen Schulen kaum positive Ergebnisse erbracht hätten und die Schließungen nur neue Belastungen für Eltern und Kinder mit sich bringen, so der Landrat. Zu den weiteren Maßnahmen der Notbremse betont Scheurer, dass der Landkreis die Pflicht habe, vorherige Öffnungen ab dem heutigen Samstag zurückzunehmen.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört, dass Einkaufen nach Termin ("click & meet") nicht mehr möglich ist, der Abholservice ("click & collect") aber schon. Körpernahe Dienstleistungen sind ebenfalls nicht mehr möglich, mit Ausnahme von Friseuren, medizinisch notwendigen Behandlungen und Fußpflege. Wer sie in Anspruch nehmen will, braucht aber ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis.

Private Zusammenkünfte sind nur noch zwischen Angehörigen eines Hausstandes mit einer weiteren Person zulässig. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, die zum Haushalt gehören, werden nicht mitgezählt. Zwischen 22 und 5 Uhr gilt erneut eine Ausgangssperre mit den vorher schon bekannten Ausnahmen.

Individualsport ist unter Einschränkungen erlaubt. Lebensmittelhandel einschließlich Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel dürfen unter Auflagen geöffnet bleiben. Restaurants sind geschlossen, die Lieferung und Abholung von Speisen und Getränken bleibt aber zulässig.

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