Protest gegen Krieg endet mit Misstönen

Friedenskundgebung auf Zwickauer Hauptmarkt

Zwickau.

Eine Friedenskundgebung, die am Mittwoch auf dem Zwickauer Hauptmarkt stattfand, ist mit Misstönen zu Ende gegangen. Einige Teilnehmer wurden nach der Veranstaltung von der Polizei festgehalten. Rund 70 Menschen hatten gegen die Militäroffensive der Türkei im Nordosten Syriens demonstriert. Unter den Teilnehmern befanden sich auch kurdischstämmige Menschen, die als Zeichen ihrer Solidarität mit der überwiegend von Kurden bewohnten syrischen Region die Flaggen des von ihnen Rojava genannten Gebiets sowie der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ zeigten. Neben deutschen Redebeiträgen gab es auch einen in vermutlich kurdischer Sprache. Zwischen einzelnen Sätzen stimmte der Redner Rufe an, die die Türkei und deren Präsident als Terroristen bezeichneten. Nach Veranstaltungsende beschlagnahmten Polizeibeamte die Banner und Fahnen. Durch den Einsatz ging auch eine Aktion der Künstlergruppe Sternendekorateure etwas unter. Sie hatte ein Peace-Zeichen und 28 Friedenstauben auf den Markt gesprüht und aufgerufen, mit Kreide Friedensbotschaften zu hinterlassen. Hinter der Kundgebung standen unter anderem Fridays for Future Zwickau, die Grünen und die Linksjugend. (dha)

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