500. Geburt in Pleißentalklinik: Ida lässt sich reichlich Zeit

Das Werdauer Krankenhaus erfreut sich bei werdenden Müttern großer Beliebtheit. Sie nehmen für die Geburt ihres Nachwuchses auch weitere Wege in Kauf.

Werdau.

Die kleine Ida hatte es nicht ganz so eilig. Mit einer Woche Verspätung erblickte das Mädchen am Mittwoch in der Pleißental- klinik in Werdau das Licht der Welt. Den Zeitpunkt hat die Kleine (3555 Gramm schwer, 48 Zentimeter groß) gut gewählt: Sie war die 500. Geburt in diesem Jahr im Werdauer Krankenhaus. Das Mädchen interessierte das weniger. Dafür die Eltern umso mehr. Die durften sich vorgestern über einen großen Präsentkorb von der Klinikleitung freuen. Während die Eltern das Geschenk entgegennahmen, schlummerte das Mädchen ruhig in ihrem kleinen Bettchen neben dem der Mama. "Die Geburt verlief vollkommen reibungslos", sagt die glückliche Mutter Aline Germuhl. Für sie war der Aufenthalt in der Pleißentalklinik so etwas wie ein Heimspiel. In dem Klinikum hat die 26-jährige Krankenschwester gelernt und in der Chirurgie gearbeitet, war aber zuletzt in einer Arztpraxis in Fraureuth tätig.

Mächtig stolz auf seine kleine Tochter ist auch der Papa, Benjamin Didßun. Der 29-Jährige war bei der Geburt dabei. "Ich habe von meinem Chef dafür frei bekommen. Als das Telefon am Nachmittag klingelte, dass es gleich so weit ist, bin ich losgedüst." Die Eltern, die seit sechs Jahren ein Paar sind und gemeinsam in Heinsdorfergrund bei Reichenbach im Vogtland wohnen, können sich noch ein zweites Kind vorstellen. "Jetzt warten wir erst einmal ab, was die nächsten Tage so auf uns zukommt und wie sich die Kleine entwickelt", sagt der Papa.

Dass sich das junge Paar gerade für die Pleißentalklinik entschieden hat, spricht laut dem Betriebsleiter des Hauses für den guten Ruf, den die Klinik bei angehenden Eltern genießt. "Erfahrungsgemäß nehmen die werdenden Mütter an zwei bis drei Informationsveranstaltungen in verschiedenen Krankenhäusern mit Geburtenstation teil, ehe sie sich für eine Einrichtung entscheiden", sagt Uwe Hantzsch. Ein Großteil der Mütter, die das Werdauer Krankenhaus wählen, kommt aus Zwickau und dem Ostthüringer Raum. "Wir bieten verschiedene Informationsveranstaltungen an. Das reicht von Infoabenden zum Thema Geburt bis hin zu einem Männerabend, bei dem das Ganze aus einem anderen Blickwinkel in lockerer Form beleuchtet wird", sagt der Oberarzt der Geburtenstation in der Pleißentalklinik. Er zieht zugleich eine positive Bilanz. "2015 erfolgte die 500. Geburt erst am 12. September, also gut zwei Wochen später als in diesem Jahr", sagt Dr. Uwe W. Schröter. Im Vorjahr kamen insgesamt 695 Mädchen und Jungen im Klinikum zur Welt - ein Rekordergebnis seit Bestehen des Hauses an der Ronneburger Straße, das im Juni 1999 eingeweiht wurde. Und noch ein paar weitere Informationen hatte der Mediziner am Rande der Begrüßung des Jubiläumskindes parat: Die bisherige Hitliste bei der Namenswahl führt in diesem Jahr bei den Mädchen Luise an. Fünfmal wählten die Eltern den Namen für ihren Nachwuchs aus. Bei den Jungen liegt Oskar in der Gunst der Namenswahl ganz vorn und wurde bisher neunmal gewählt. "In diesem Jahr hatten wir bisher sechs Zwillingsgeburten. So etwas ist immer etwas Besonderes", sagt der Oberarzt.

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