Ab kommenden Jahr wird Geflügelhof Bio-Eier liefern

Die Schönberger Firma nimmt in Kürze eine neue Legehennenanlage in Betrieb. Damit wird ein Projekt umgesetzt, mit dem sich der Juniorchef Christian Weber schon länger beschäftigt hat.

Schönberg.

Christian Weber vom gleichnamigen Geflügelhof in Schönberg ist mit diesem Gedanken schon länger schwanger gegangen. "Nun ist die Zeit reif dafür", sagt der 37-Jährige, der ab kommenden Jahr Bio-Eier aus der Region anbieten will. Dafür investiert der Tierwirtschaftsmeister in den neuen Bio-Legehennenbetrieb, der zukünftig zur Unternehmensgruppe gehört, mehr als 2 Millionen Euro. Mittel, die in zwei jeweils 1500 Quadratmeter große Flachgebäude fließen.

"Den ersten Großstall wollen wir schon Ende November in Betrieb nehmen", sagt Christian Weber. Der zweite soll im Januar fertig sein. Beide Großställe sollen 12.000 Legehennen Platz bieten, die jährlich drei Millionen Bio-Eier erzeugen. Wie der junge Geschäftsführer weiter erklärt, erhalten die Bio-Legehennen "täglich frisch gemischtes Futter", das über die eigene Futtermühle hergestellt wird. Das hierfür nötige Bio-Getreide liefert der in Ponitz ansässige Landwirtschaftsbetrieb Kuhn. "Dadurch bin ich in der Lage, die Produktionskette von Anfang bis Ende zu überwachen. Alles liegt in meiner Hand", sagt Prokurist Christian Weber, der eine anhaltende Nachfrage nach Bio-Eiern beobachtet. So gibt es im Freistaat derweil 42 derartige Erzeuger mit 171.000 Legehennenplätzen, erklärt Frank Meyer, Sprecher des sächsischen Landwirtschaftsministeriums.

Vater Jürgen Weber ist weiterhin Chef der Unternehmensgruppe, die 30 Personen beschäftigt, einen jährlichen Umsatz von 5 Millionen Euro erwirtschaftet und 72.000 Hühner in den Ställen mit einer Gesamtfläche von 6300 Quadratmetern hat. Hinzu kommen 26 Hektar Freifläche. "Wir verkaufen jährlich bis zu 35 Millionen Eier", sagt der 62-Jährige, der seit 1999 für die Christdemokraten im Schönberger Gemeinderat sitzt. Seiner Darstellung zufolge verlassen täglich bis zu 90.000 Eier die Sortieranlage. Insgesamt gebe es bis zu 400 Abnahmestellen, die beliefert werden. Dazu gehören neben den regionalen Einzelhändlern die Supermarktketten Edeka, Rewe und Simmel. "Bisher mussten wir Bio-Eier zu den Eiern aus Boden- und Freilandhaltung hinzukaufen, um den Supermärkten ein komplettes Sortiment anbieten zu können", sagt Jürgen Weber. Er weist in dem Zusammenhang darauf hinweist, dass das Schnabelkürzen bei Küken seit 2017 verboten ist. Dadurch sei verhindert worden, dass sich die Tiere gegenseitig hacken. "Wir müssen die Legehennen nun so beschäftigen, dass sie das Federpicken lassen, zum Beispiel durch Picksteine", sagt Jürgen Weber. "Das ist mit einem hohen Aufwand verbunden."

Nicht zuletzt gehören 3500 Mastgänse zum Geflügelhof, der diesmal gleich zwei Tage, nämlich am 9. und 10. November, zum traditionellen Martinsgans-Essen ins 600 Personen fassende Zelt einlädt. Während am Samstag ab 10 Uhr der Bauernmarkt mit Direktvermarktern und Händlern lockt, sorgt am Sonntag der Blasmusikverein Meerane zum Frühschoppen für Stimmung. Auch kann die Eiersortieranlage besichtigt werden. Vom Parkplatz (Hauptstraße 1) bis zum Veranstaltungsgelände will der Familienbetrieb einen Shuttleverkehr einrichten.

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