AEG lieferte einst den Strom

Das Museum zeigt eine Schau zur Geschichte der Energieversorgung in Werdau. Mit im Boot sind die Stadtwerke. Doch wie fing alles an?

Werdau.

Ohne Strom geht im heutigen Alltag gar nichts. Egal ob die Kaffeemaschine, der Computer oder die Lampe an der Decke. Selbst Autos fahren heute mit Strom. Das war vor rund 100 Jahren anders. Mit der Geschichte der Energieversorgung befasst sich das Museum in seiner aktuellen Ausstellung. Einige der Exponate, die in der Schau zu sehen sind, steuerten die Stadtwerke bei. Dazu gehören unter anderem ein alter Föhn sowie eine historische Glühbirne mit integriertem Stecker. "Die Gegenstände haben wir 2016 anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums der Stadtwerke von Kunden erhalten", sagt Andre Troche vom lokalen Energieversorger.

Doch wie fing es in Werdau mit der Stromversorgung einst an? "Der erste Vertrag zur Lieferung von Elektrizität zwischen der Stadt Werdau und der Allgemeinen Elektrizität Gesellschaft Berlin, besser bekannt als AEG, wurde 1904 abgeschlossen", sagt Andre Troche. Gab es 1906 in Werdau laut alter Unterlagen in den Haushalten 3195 elektrische Glühbirnen, so stieg die Zahl binnen zehn Jahre auf 126.464 Stück an. Ähnlich die Zahl der Motoren in den Fabriken, die mit Strom versorgt wurden. Waren es 1906 nur 4255 Motoren, so betrug die Zahl 1916 schon circa 20.000 Motoren.


Seit 1991 liefern die Stadtwerke den Strom frei Haus. Heute zählt allein die Stromsparte circa 10.130 Kunden. 2014 erfolgte die Umstellung des Blockheizwerkes der Stadtwerke auf den Betrieb mit Biomethangas zur Erzeugung von "Grünstrom". Im Vorjahr investierten die Stadtwerke in die Modernisierung ihres insgesamt 372 Kilometer langen Netzes 288.000 Euro.

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