Asylbewerber müssen Meerane verlassen

Familien sollen nun anderswo im Kreis untergebracht werden

Meerane.

Die Asylbewerber, die derzeit noch in Meerane leben, sollen innerhalb der nächsten sechs Monate woanders untergebracht werden. Wie das Landratsamt Zwickau mitteilt, gibt es in Meerane fünf Asylbewerber-Familien. Für drei der Familien werden neue Unterkünfte gesucht. Eine andere Familie plant ihren Umzug bereits, die fünfte Familie werde voraussichtlich den Schutzstatus bekommen und sich selbst eine Wohnung suchen. Hintergrund der Wohnungssuche ist die Neuausrichtung des Wohnprojektes Glauchau/Meerane, das momentan auf die vier Standorte Glauchau, Meerane, Waldenburg und neuerdings auch Hohenstein-Ernstthal verteilt ist. Die Größe des Wohnprojektes wird von 480 auf 186 Plätze begrenzt, heißt es weiter.

Bei den Beratungen zum Abbau der Plätze zwischen Sozialamt und Betreiber des Wohnprojektes wurde sich darauf verständigt, aufgrund seiner aktuell geringen Besetzung den Standort in Meerane aufzugeben. Mitteilungen, dass die Mee- raner Asylbewerber allesamt nach Waldenburg ziehen sollen, bestätigt das Landratsamt auf Anfrage der "Freien Presse" nicht. Bei der Wohnraumsuche müssten unter anderem Belange wie Familiengröße sowie Bedarf an Kita-, Schul- oder Ausbildungsplätzen berücksichtigt werden. Darüber hinaus müsse die Sozialbetreuung gewährleistet und die Wirtschaftlichkeit des Wohnprojektes beachtet werden.

Im gesamten Landkreis Zwickau werden 3266 der im Jahr 2016 existierenden 5165 Plätze gestrichen. Das geht aus einer Übersicht, die das Zwickauer Landratsamt erstellt hat, hervor. Demnach stehen ab Januar 2019 noch 1899 Plätze im gesamten Kreis zur Verfügung.

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