Bäckerei leidet unter Straßenbaustelle

Nicht nur für Kunden ist es schwierig, das Werdauer Geschäft zu erreichen, auch die Anlieferung ist erschwert. Bis Ende September soll das so bleiben.

Werdau.

Die Rathenaustraße in Werdau ist eine Großbaustelle. Leitungen im Untergrund sollen dort erneuert werden. Das geht nicht spurlos an der Bäckerei Kindel vorbei. "Durch die gesperrte Straße ist die Zufahrt für Lieferungen deutlich eingeschränkt", sagt Geschäftsinhaber Uwe Kindel. Kurz bevor am Montag voriger Woche mit den Bauarbeiten begonnen wurde, hatte Kindel noch einmal eine Lieferung Mehl bekommen. Danach begann die Sperrung. "Die einzige Zufahrt zur Bäckerei ist die Plauensche Straße, und die ist eine Einbahnstraße", sagt Kindel. Damit sei es auch für Kunden umständlicher, in der Nähe des Geschäfts zu parken. Die Folgen spürt der Bäckermeister jetzt schon. "Man merkt nach einer Woche, dass deutlich weniger Kunden kommen", sag Uwe Kindel. Der Bau soll laut Planung Ende September fertig gestellt werden. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 1 Million Euro, die sich vier Auftraggeber teilen. Beteiligt sind neben der Stadt auch die Wasserwerke Zwickau, die Stadtwerke Werdau und der Kabelnetzbetreiber Osttelcom.

Auch der Coronavirus macht sich für das Bäckereigeschäft negativ merkbar. Aufgrund der Epidemie haben bereits zahlreiche Einrichtungen geschlossen, darunter auch die Rettungsschule für Gemeinnützige Ausbildungs- und Beratungsgesellschaft in Werdau. Die Bäckerei betreibt in dem Gebäude an der Zwickauer Straße eine Cafeteria. "Auch dadurch haben wir weniger Kundschaft. Denn diese Räume können wir nicht nutzen und müssen vorübergehend schließen", sagt Kindel.

Kunden hätten sich im Geschäft noch nicht zum Virus geäußert, die ungünstige Zufahrtssituation mache ihnen offensichtlich mehr zu schaffen. "Wenn wir Lieferungen von Waren bekommen, können diese nur noch über einen Seiteneingang geschehen", sagt Kindel. Dieser sei aber in einer Höhe von 1,5 Meter und mache das Einladen der Produkte komplizierter. Für die nächsten Monate hofft Kindel, dass die Anlieferungen der Waren so gut wie möglich erledigt werden können. "Wir werden in vier Wochen sehen, ob und wie die nächste Mehllieferung überhaupt klappt", sagt er.


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