Beschlossen: Werdauer Wehr bekommt neues Gerätehaus

Nach dem Okay geht die Arbeit richtig los: Ein Grundstück für das 4 Millionen Euro teure Projekt muss gefunden werden.

Werdau.

Die Werdauer Ortsfeuerwehr bekommt ein neues Gerätehaus. Diesen Grundsatzbeschluss haben die Mitglieder des Stadtrates in der vergangenen Woche einstimmig gefasst. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) wurde mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück sowie der nachfolgenden Vermarktung des jetzigen Gerätehauses an der Sankt-Florian-Straße in Werdau beauftragt.

Dem Grundsatzbeschluss waren eine von der Stadtverwaltung beauftragte Studie und Diskussionen mit den Feuerwehrleuten vorausgegangen. Es wurden zwei Varianten untersucht: Der Ausbau des Bestandsgebäudes zu einem modernen, leistungsfähigen Feuerwehrgebäude sowie ein Neubau auf der grünen Wiese. Knapp 4 Millionen Euro veranschlagte das Architektenbüro für die Sanierung des alten Gebäudes. Die Verwaltung plädierte deshalb für einen Neubau, ebenso wie die Gemeindewehrleitung und die Ortswehrleitung.


Gebaut werden soll frühestens im Jahr 2022. Davor kommt die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Stadtrat Bernd Gerber (Freie Wähler) sagte auf der Ratssitzung, dass die Fraktion den Grundsatzbeschluss mittrage. Allerdings wolle man noch einen Zusatz, einen Termin, wann der OB zu den weiteren Schritten informiert. "Wir meinen, spätestens im November sollte das der Fall sein." Nach einer Abstimmung sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten allerdings dagegen aus, einen konkreten Termin in den Grundsatzbeschluss aufzunehmen. Der OB versprach, zeitnah über die Entwicklungen zu berichten. Stadtrat Frank Pregler (CDU) wollte wissen, ob es schon Pläne gäbe, was dann mit dem unter Denkmalschutz stehenden jetzigen Gerätehaus passieren soll. "Pläne nein, Ideen ja. Wir sind dazu mit der Wehr in Verbindung", antwortete der OB.

Gemeindewehrleiter Henning Tröger und der Werdauer Ortswehrleiter Sascha Klappstein, die bei der Ratssitzung dabei waren, begrüßten den Beschluss für einen Neubau ausdrücklich. "Das Feuerwehrhaus Werdau ist zwar ein architektonisch sehr ansprechender Bau. Aufgrund der zu dichten Anordnung der Stellplätze und der vorhandenen Torbogen ist aber eine ordnungsgemäße Unterbringung der Lösch- und Sondertechnik in diesem Gebäude nicht mehr zu realisieren", so die Meinung von Henning Tröger.

Auch die Leitung der Werdauer Wehr hatte sich klar für einen Gerätehausneubau im Gebiet der Kernstadt ausgesprochen. Der erfülle laut Sascha Klappstein nicht nur die Vorgaben der Unfallverhütungsvorschriften, sondern damit würden auch energetische und arbeitsrechtliche Vorgaben beachtet und sichergestellt.

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