Bürgermeister setzt auf Wir-Gefühl

Rund 400 Fraureuther folgten am Freitagabend der Einladung des Gemeindeoberhauptes zum Kommunalgespräch in die Glowatzkyhalle. Dabei erfuhren sie spannende Neuigkeiten.

Fraureuth.

Was in Werdau und Crimmitschau der Neujahrsempfang ist, ist in Fraureuth das Kommunalgespräch. Die Idee dazu hatte der Bürgermeister des Ortes, Matthias Topitsch (CDU), nach seinem Amtsantritt vor zwölf Jahren. Folgten der Einladung zur Premiere, die damals noch im Foyer der Mehrzweckhalle stattgefunden hatte, 80 Interessenten, so waren es am Freitagabend rund 400 Bürger. "Freie Presse" fasst die wichtigsten Dinge des Abends zusammen:

Aufruf: Die Stärkung des Wir-Gefühles zog sich wie ein roter Faden durch die rund 30-minütige Rede des Gemeindeoberhauptes. Dabei betonte es mehrmals, dass sich die anstehenden Aufgaben im Ort nur gemeinsam lösen lassen. Dazu müsse jeder seinen Beitrag leisten, von der Verwaltung bis zum Bürger. "Wir befinden uns dabei schon auf dem richtigen Weg", sagte Topitsch.

Rückblick: Zu den positiven Ereignisses des Vorjahres habe unter anderem die Wiedereröffnung des Freibades gehört. Das zählte 2016 rund 25.000 Besucher und damit weit mehr als in den Jahren vor der Zerstörung durch das Hochwasser 2013. Da habe die Zahl jeweils zwischen 12.000 und 15.000 Besuchern gelegen. "Die Entscheidung des Gemeinderates, das Bad zu sanieren, war eine richtige und wurde von den Bürgern gedankt."

Vorhaben: Zu den großen Projekten, die die Gemeinde 2017 in Angriff nehmen will, gehören die Erschließung der ehemaligen Zweiga-Brache in Ruppertsgrün, die Verbesserung der Breitbandversorgung in den Ortsteilen und die Erstellung eines Flächennutzungsplanes für die gesamte Gemeinde. Mit Fördergeldern sollen die Außenanlagen der Kita in Ruppertsgrün und Verschönerungsarbeiten in der Kita Beiersdorf durchgeführt werden.

Programm: Vertreter des Schulhortes gestalteten das Unterhaltungsprogramm und ließen dabei Ereignisse im Ort aus dem vergangenen Jahr in satirischer Weise noch einmal Revue passieren.

Tradition: Auch am Freitagabend setzten die Organisatoren der Veranstaltung auf eine lieb gewonnene Tradition. Während zur Begrüßung für jeden Gast ein Glas Sekt gereicht wurde, gab es zum Abschluss für jeden Besucher gratis ein Paar Wiener Würstchen.


Flüchtlingshelferkreis Fraureuth und SV Wasserfreunde Fraureuth mit der Ehrenplakette der Gemeinde ausgezeichnet

Zum zwölften Mal hat das Gemeindeoberhaupt von Fraureuth während des Kommunalgespräches in der Erich-Glowatzky-Halle verdienstvolle Bürger mit der Ehrenplakette ausgezeichnet. In diesem Jahr ging die Ehrung an den Flüchtlingshelferkreis Fraureuth sowie an den Verein Wasserfreunde Fraureuth. Stellvertretend für beide Organisationen nahmen Julia Winkler, Marit Weilbach de Farfan und Britta Werbig sowie Evelyn Jünglich und Anja Walther die Auszeichnung entgegen.

Wer bisher die Plakette erhielt: 2006: Rudi Kade, Jens Warum, Sebastian Seling für Ersthelfereinsatz während einer Sportveranstaltung. 2007: Frank Schlegel, SLF-Geschäftsführer. 2008: Reiner Köhler, Gemeindewehrleiter. 2009: Thomas Hübner, Uwe Brödner, Roland Mothes, Geschäftsleitung des Agrarhofes. 2010: Marko Brenner, Johannes Badstübner, Jürgen Richter, Udo Schleinitz, Ortsvorsteher. 2011: Günter Pampel und Andreas Häßler vom Arbeitskreis Fraureuth-Erbach. 2012: Ortswehrleiter Gerd Reißner, Ulrich Ullmann, Karl Lange und Ingolf Rabe. 2013: Christliebe Pappisch, Ortsgruppe der Volkssolidarität. 2014: Jeanette Schlosser und Christiane Drese, Schulförderverein. 2015: Marion Richter, Ortschronistin von Gospersgrün und Holger Ullmann, Ortschronist von Beiersdorf. 2016: Manfred Skusa und Richard Möckel vom Männerchor Ruppertsgrün. (umü)

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