Das kommt diesen Sommer in die Tüte

Schoko-, Vanille- und Erdbeer-Eis sind noch immer beliebte Sorten. Doch die Eishersteller in der Region sind kreativ. Wie wäre es mit Lavendel-Joghurt oder Quark-Holunder?

Neben dem Sprung ins kühle Nass in den Freibädern und am Strandbad der Koberbachtalsperre hilft gegen Hitze auch das eine oder andere Eis. In den Eiscafés der Region herrscht Hochbetrieb. "Freie Presse" sah sich in einigen Eisdielen um.

Eiscafé "Venezia" Crimmitschau: Patrizia und Alberto Brunello haben es mit ihrem Eiscafé am Markt in Crimmitschau optimal getroffen. Die Italiener verkaufen hier seit 2005 ihr Eis, wobei sich mit der Zeit schon einiges verändert hat. "Das einfache Eis ist heute fast tabu, die Leute wollen zu Vanille, Schoko oder Erdbeere schon noch einiges dazu", sagt Alberto Brunello, der jeden Tag für sein Café 16 verschiedene Sorten Eis herstellt. "Es sind aber nicht immer die gleichen Sorten, sodass die Gäste in unserem Angebot eine gute Abwechslung finden", fügt er hinzu. So gab es am Freitag keine "Schwarze Kokosnuss", die frei von jeder Chemie hergestellt wird. Das Rezept dazu hat ein Mitarbeiter aus Brasilien mitgebracht. Mit dem selbst gemachten Joghurt-Heidelbeer-Eis gibt es noch eine zweite Spezialität des Hauses.


Eiscafé Fraureuth: Einen Hauch Italien gibt es auch bei Sandra Schubert im Eiscafé an der Hauptstraße in Fraureuth. "Wir beziehen die Zutaten für unser Eis von einem italienischen Lieferanten", erklärt sie den Umstand, durch den verschiedene ungewöhnliche Kreationen auf der Karte stehen. In diesem Jahr gibt es beispielsweise salziges Karamell und griechischen Joghurt mit Honig und Mandeln. Letzteres hat es in Italien immerhin zum Eis des Jahres gebracht. "Während die älteren Gäste zum größten Teil weiter auf Vanille, Schoko oder Erdbeere stehen, ist die Jugend mit den Eiskreationen viel experimentfreudiger", schätzt Sandra Schubert den aktuellen Trend der Eis-Esser ein. Aber auch das Softeis aus DDR-Zeiten hat die Fraureutherin in ihrem Familienbetrieb noch im Angebot.

Hofcafé Päßler Gospersgrün: Waldmeister-Joghurt, Lavendel-Joghurt, Erdbeer-Minze, Pfefferminz-Stachelbeere und Jochelbeere sind fünf neue Eiskreationen, die Margit Päßler in ihrem Café auf dem Areal des Agrarhofes in Gospersgrün in diesem Jahr neu im Angebot hat. "Einen Favoriten haben unsere Gäste aus dem Angebot der 20 Eissorten bislang noch nicht ausgemacht", sagt die Vogtländerin. Auch ihre Mitarbeiter im Service - unter anderem Laura Dietsch, Alina Schmidt und Lisa Zimmermann - gehen mit ihren Geschmäckern in Sachen Eis verschiedene Wege, die aber längst nicht mehr nur Vanille, Schoko und Erdbeere sind. Margit Päßler stellt ihr Eis seit mittlerweile elf Jahren selbst her. Dazu benutzt sie ausschließlich Produkte aus der Region oder direkt aus dem Agrarhof.

Eisdiele "Capri" Werdau: Dass sich bei der Eisproduktion in den vergangenen Jahren vieles verändert hat, davon kann Karl-Heinz Schneider aus eigener Erfahrung berichten. Immerhin stellt der Werdauer die kühle Leckerei schon seit 36 Jahren her. "Mit den herkömm- lichen Geschmacksrichtungen kommt man heute nicht mehr sehr weit. Darauf muss man sich einstellen und entsprechend reagieren", sagt der Geschäftsmann, der sich mit seiner Eisdiele in der Werdauer August-Bebel-Straße seit 1993 etabliert hat. In diesem Jahr sind Kreationen mit Limette-Blutorange oder Quark-Holunder neu im Angebot. "Durch meine Erfahrung weiß ich selbst, dass von Zeit zu Zeit bei den Leuten neue Geschmacksrichtungen gefragt sind", sagt Karl-Heinz Schneider.www.freiepresse.de/eis

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