Drei Parteien machen gemeinsame Sache

Kommunalpolitiker aus Crimmitschau informieren über ihre Zusammenarbeit. Dadurch dürfen FDP und SPD weiter in den Ausschüssen mitmischen.

Crimmitschau.

CDU, SPD und FDP bilden im neuen Stadtrat von Crimmitschau eine gemeinsame Fraktion. Das haben die Vertreter der drei Parteien nach einer gemeinsamen Beratung verkündet, die am Montagabend stattfand. "Wir haben über Möglichkeiten beraten, den erreichten Stimmenanteil so wirksam wie möglich in die künftige Stadtrats- arbeit einfließen zu lassen", heißt es in einer gemeinsamen Medieninformation mit den Unterschriften von Stephan Theuring (CDU), Martin Seidel (FDP) und Hans-Jörg Laube (SPD). Das Trio bildet gemeinsam einen Fraktionsvorstand und ver- sichert in der Mitteilung, dass sie "ganz bewusst die Interessen des Gemeinwesens über Parteiinteressen" stellen"

Die Ergebnisse der Stadtratswahlen, die am 26. Mai stattfanden, hatten Auswirkungen auf FDP und SPD. Sie waren in der Vergangenheit jeweils mit zwei Vertretern im Gremium vertreten. Unter anderem durch die Verkleinerung des Stadt-rates reicht es nun jeweils nur noch für einen Sitz. Als Einzelkämpfer wären Hans-Jörg Laube und Martin Seidel aber nicht in den Ausschüssen vertreten gewesen, in denen wichtige Entscheidungen vorberaten werden. Deshalb wurden in den letzten Wochen die Gespräche zu einer Zusammenarbeit intensiviert. Die Pläne der neuen Fraktion sehen vor, dass sie Hans-Jörg Laube in den Technischen Ausschuss und Martin Seidel in den Verwaltungsausschuss schickt. Der Stadtrat muss der Besetzung der Ausschüsse am heutigen Donnerstag bei seiner konstituierenden Sitzung zustimmen. Die Beratung beginnt 17 Uhr im Ratssaal.


In der Medieninformation wird die neue Fraktion - in roten Buchstaben - als "CDU_FDP_SPD-Frak- tion im Stadtrat Crimmitschau gemeinsam zum Wohle unserer Stadt" bezeichnet. Konkrete Ziele, die in den nächsten fünf Jahren im Stadtrat erreicht werden sollen, werden nicht genannt. Auf Nachfrage teilt Stephan Theuring mit, dass der Abriss von Brachen sowie die Investitionen in Infrastruktur und Bildungseinrichtungen fortgesetzt werden sollen. Dabei sei nicht immer mit einheitlichen Abstimmungsergebnissen zu rechnen. Theuring: "Bei uns gibt es keinen Fraktionszwang."

Der Stadtrat besteht künftig nur noch aus 21 Mitgliedern. Die Bürgervereinigung "Für Crimmitschau" bleibt die stärkste Kraft. Sie stellt neun Stadträte. Die neue Fraktion mit Vertretern aus CDU, FDP und SPD besetzt sechs Plätze. Die Linken und die Alternative für Deutschland (AfD) schicken jeweils drei Vertreter in den Stadtrat. Die AfD konnte durch den Mangel an Kandidaten einen Platz im Stadtrat garnicht besetzen. In der Vergangenheit bestand der Stadtrat noch aus 26 Mitgliedern. Das Gremium beschloss im Dezember 2018 eine Verkleinerung.

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