Eleganter Farbton soll Gäste in die Betten bringen

Ein Hotel in Crimmitschau soll die Krise hinter sich lassen: Nach einer Frischekur für die Zimmer wird ein neuer Gastwirt für das Restaurant gesucht.

Crimmitschau.

Egal ob Beschilderung, Fahnen oder Flyer: Im "Atrium"-Hotel in Crimmitschau ist ein weinroter Farbton an vielen Stellen nicht zu übersehen. "Die Farbe wirkt elegant und strahlt Gemütlichkeit aus", sagt Willi Lander. Der 69-jährige Unternehmer aus Augsburg betreibt Hotels in Lengenfeld, Halle und Aschersleben. Er soll nun - in der Rolle eines Generalbevollmächtigten - das Hotel "Atrium" zurück in die Erfolgsspur bringen. Nur der Internetseite hat er noch keinen neuen Farbtupfer verpasst. "In der Vergangenheit sind im Hotel etliche Fehler gemacht worden. Deshalb haben mich die Eigentümer ins Boot geholt", sagt Willi Lander, der nicht regelmäßig in Crimmitschau vor Ort ist. Die Verantwortung liegt bei Leiterin Eileen Heine und Stellvertreterin Doreen Leinert.

Dabei setzt er allerdings nicht nur auf den Weinrot-Effekt. Ein Teil der 33 Einzel- und Doppelzimmer im Hotel hat in den letzten Monaten bereits eine Frischekur bekommen. Zudem wurde in eine neue Ausstattung der Sanitärräume investiert. "Wir haben bisher rund 20.000 Euro in das Haus gesteckt", sagt der Unternehmer. Zum Hotel, das sich zwischen Bahnhof und Stadtzentrum befindet, gehören zudem neun Appartements. Die Auslastung der Zimmer soll durch ein neues Preissystem erhöht werden.

Die Aufmerksamkeit Willi Landers gehört nicht nur dem Hotel, sondern dem gesamten Komplex, der früher die Bezeichnung Touric-Center getragen hat. Daraus ist nun die "Atrium"-Galerie geworden. "Hier geben wir weitere Impulse", sagt der Chef. Bis zum Früh- jahr 2017 soll ein Betreiber für das Restaurant, das auch über eine Terrasse verfügt, gefunden werden. Favorisiert wird ein italienischer Gastwirt. Vorübergehend ist nur zum Frühstück geöffnet. Zudem soll das Tanzlokal, das sich in der unteren Etage befindet, im nächsten Jahr wiederbelebt werden.

Mit gemischten Gefühlen schaut Willi Lander auf die Umgestaltung des Crimmitschauer Bahnhofsvorplatzes. Die Arbeiten laufen seit Oktober. Baulärm und fehlende Parkplätze stellen momentan eine Herausforderung dar. "Nach der Fertigstellung wird der neue Vorplatz aber eine Bereicherung darstellen", schätzt er ein.

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