Elternbeitrag: Abrechnung ist taggenau möglich

Stadträte stimmen einer Sonderregelung während Corona-Pandemie zu

Crimmitschau.

Nach Tages- und nicht nach Monatssätzen sollen Elternbeiträge für die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen in Crimmitschau während der Corona-Pandemie abgerechnet werden. Der Stadtrat hat einer entsprechenden Beschlussvorlage zur Sitzung am Donnerstagabend im Theater zugestimmt.

Ein Blick zurück: Mitte März mussten die Kindertagesstätten geschlossen werden. Später wurde mitgeteilt, dass der Freistaat die Elternbeiträge für den Zeitraum vom 18. März bis zum 17. Mai übernimmt. Allerdings mit einer Ausnahme: Die Eltern, die in systemrelevanten Berufen tätig sind und ihre Kinder in die Notbetreuung schicken, sollten ab dem 18. April die Elternbeiträge abgebucht bekommen. Damit lag die Verantwortung bei den Städten und Gemeinden.

"In unseren bisherigen Regelungen war allerdings keine taggenaue Abrechnung vorgesehen", sagte Bildungs-Fachbereichsleiterin Karin Schiller mit Blick auf die Satzungen. Die Rathausmitarbeiterin bescheinigte den Eltern, dass sie die Angebote in der Notbetreuung "sehr verantwortungsbewusst" wahrgenommen hätten. "In vielen Fällen waren die Kinder nur tageweise in den Kindertagesstätten, oft mit einem geringeren Betreuungsumfang", sagte Schiller. Nun werden die Eltern - nach der Zustimmung des Stadtrates - nur für die in Anspruch genommenen Tage zur Kasse gebeten. Der Kommentar von Stadtrat Andreas Osse (Für Crimmitschau): "Ich habe mich über die Entscheidung richtig gefreut. Die Eltern waren diejenigen, die in der Coronakrise, gelitten haben." Oberbürgermeister André Raphael (CDU) ergänzte, dass die Eltern nach der Schließung der Kindertagesstätten wissen, wie "wichtig und wertvoll die Betreuung in Krippe, Kindergarten und Hort ist".

In Crimmitschau werden rund 1100 Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten und Schulhorten betreut.

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