Entführung in Mülsen: Verfahren eingestellt

Laut Staatsanwaltschaft haben sich Zweifel am Tathergang ergeben

Mülsen/Zwickau.

Die versuchte Entführung, die sich im April in Mülsen St. Jacob ereignet haben soll, hat offenbar gar nicht stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat das Verfahren bereits in der vergangenen Woche eingestellt. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau, Ines Leonhardt, am Mittwoch auf Anfrage.

"Im Laufe der Ermittlungsarbeiten sind Zweifel am Tathergang aufgekommen, letztendlich an den gesamten Ermittlungen", begründete Leonhardt die Einstellung des Verfahrens. Weitere Angaben dazu wollte die Staatsanwältin mit Rücksicht auf die erst 13 Jahre alte betroffene Schülerin nicht machen. Auch Spekulationen, ob das Mädchen sich die Entführung womöglich ausgedacht habe, kommentierte Leonhardt nicht. Der Fall sei für die Staatsanwaltschaft abgeschlossen.

Die Polizei hatte seinerzeit nach der Befragung des Mädchens gemeldet, dass ein Unbekannter das Kind am Morgen des 11. April auf der Jacober Nebenstraße gepackt und in den Laderaum eines weißen Lieferwagens gesperrt haben soll. Nach wenigen Minuten habe der Wagen demnach auf einem Feld in der Nähe der Alberthöhe gestoppt, wo sich das Mädchen befreien konnte. Die Ermittler suchten in den vergangenen Monaten mithilfe eines Phantombildes nach dem angeblichen Täter. Zu dem Fall waren 160Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Schule, auf die das Mädchen geht, hatte per Elternbrief sowie über Lehrer und Schulsozialarbeiter über das richtige Verhalten in solchen Situationen informiert. Zusätzlich waren Schulpsychologen vom Landesamt für Bildung und Schule im Einsatz.

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