Es lohnt sich, seine Freizeit sinnvoll zu nutzen

Heimatverein: Vorsitzender wird "Held des Alltags". Modellbahner: 74-Jähriger baut altes Gaswerk nach. Vorlesewettbewerb: Zwei Schüler in Bestform.

Heinrich Otto (82), Vorsitzender des Heimatvereins in Crimmitschau, hat die Auszeichnung mit dem Titel "Held des Alltages" erhalten. Damit honoriert die Bürgervereinigung "Für Crimmitschau" einmal im Monat das ehrenamtliche Engagement. Vereinsmitglied Christine Brumme übergab vor wenigen Tagen eine Urkunde und einen Theater-Gutschein. "Ich habe mich gefreut, dass an die Leute im Ehrenamt gedacht wird", sagte Heinrich Otto, der seit 1991 an der Spitze des Heimatvereins steht und zudem Schriftführer im Förderverein des Textilmuseums ist. Er engagiert sich seit sechs Jahrzehnten für die Pflege, Bewahrung und Weitervermittlung der historischen Traditionen von Crimmitschau. Zudem ist Heinrich Otto der musikalische Leiter des Sahntalchores. Die Frage, welche Veranstaltung er mit dem Theater-Gutschein besuchen wird, kann der Rentner noch nicht beantworten. (hof)

Hans-Dieter Jakob (68) vom Ortschaftsrat Fraureuth und die Traktorenfreunde aus dem Dorf sind derzeit mit dem Aufbau der Weihnachtspyramide beschäftigt. Der sieben Meter große Hingucker, der auf dem Platz vor dem Herrenhaus platziert wird, soll am 1. Dezember in Bewegung gesetzt werden. "Wir machen das in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal. Der festliche Akt am ersten Advent um 17 Uhr ist nicht nur für die Kinder ein Ereignis, sondern für das gesamte Dorf", sagt Hans-Dieter Jakob. Zum Anschieben der Pyramide soll auch die Baustelle, die sich derzeit noch vor dem Platz befindet, der Vergangenheit angehören. Auf den drei Ebenen der Pyramide, deren Bau mit Spendengeldern finanziert wurde, sind unter anderem ortstypische Motive und Erzeugnisse zu finden. Die Pyramide in Fraureuth wird nach der Weihnachtszeit abgeputzt und bleibt dann noch bis Ostern stehen. Dann verwandelt sich das Schmuckstück in eine Osterpyramide. Erst danach erfolgt der Abbau. "Das hat bei uns in der Form schon Tradition und unterscheidet uns von anderen Kommunen", sagt der Ortsvorsteher. (umü) Heinz Knauth (74), Mitglied im Modellbahnclub von Crimmitschau, hat ein weiteres Gebäude aus der Stadt an der Pleiße nachgebaut. Im Maßstab 1:87 entstand das alte Gaswerk, das sich in der Nähe des Kreisverkehrs am Nordverbinder befunden hat. "Zusammengerechnet war ich bestimmt rund 50 Stunden mit dem Projekt beschäftigt", sagt Heinz Knauth, der sich zunächst auf den Rohbau aus Sperrholz konzentrierte. Mit selbstklebender Folie und buntem Papier wurde schließlich die Außenhülle gestaltet. Als Vorbild konnten historische Fotos genutzt werden. Das Modell des alten Gaswerkes konnte in den letzten Wochen bereits bei den Ausstellungen in den Vereinsräumen an der Badergasse bestaunt werden - allerdings neben der rund 26 Quadratmeter großen H0-Clubanlage. Darauf machen sich nun einige kleine Veränderungen erforderlich. "Bei unseren Ausstellungen im nächsten Jahr können wir das Gaswerk dann auf der Anlage zeigen", sagt Heinz Knauth. (hof)

Sirius Lippold (11) wird die Crimmitschauer Sahnschule beim Kreisausscheid des bundesweit stattfindenden Vorlesewettbewerbs vertreten. Der Junge aus der Klasse 6b entschied den am Projekttag "Lesende Schule" durchgeführten Schulausscheid zu seinen Gunsten. Für den Wettbewerb hatte er sich das Buch "Edision" von Torben Kuhlmann ausgesucht. "Neben solchen Fantasiegeschichten lese ich auch viele Comicgeschichten", sagt Sirius Lippold, der zuvor den Ausscheid seiner Klassenstufe gewonnen hatte. Dabei hat der Crimmitschauer erst in diesem Schuljahr die Lust am Vorlesen gefunden, während die meisten seiner Konkurrenz bereits im vergangenen Herbst um die Krone des besten Vorlesers kämpften. In der fünften Klasse entschied diesmal die zehnjährige Alina Kebsch aus der 5b den Ausscheid für sich. Das Mädchen hatte sich dafür das von Alice Partermüller und Daniela Kohl geschriebene Buch "Lotta-Leben" ausgesucht. Im kommenden Jahr will die Oberschülerin den Schulausscheid der sechsten Klassen gewinnen und wie Sirus Lippold am Kreiswettbewerb teilnehmen. (tmp)

Mario Dahmen (36, Foto), Werbetechniker und Fotograf aus Fraureuth, stellt seit dieser Woche wieder in der Kleinen Galerie im Foyer der Werdauer Stadthalle "Pleißental" aus. "Dieses Mal habe ich mich einer besonderen Art der Körperkunst gewidmet", umschreibt der Mann seine zehn Arbeiten, die ausschließlich im Studio entstanden sind. Die Models stammen größtenteils aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis. "Weil Tattoos heute so etwas wie Normalität sind, wäre die Auswahl der Models sicherlich auch so kein Problem geworden", sagt Mario Dahmen, der dennoch ein gutes Jahr an der Serie gearbeitet hat. "Quasi nebenbei" arbeitete der Fotograf am neuen Bildband der Stadt Werdau, das in der kommenden Woche offiziell auf den Markt kommt. "Durch die Arbeit am Buch waren die Fotoshootings im Studio schon eine willkommene Abwechslung für mich", sagte Dahmen, der in seiner ersten Ausstellung in der Stadthalle verschiedene Ecken Werdaus abgelichtet hatte. Die aktuelle Fotoausstellung unter dem Titel "Körperkunst besonderer Art" ist noch bis Februar kommenden Jahres zu sehen. (tmp)

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