Feuerwehrleute kämpfen gegen Ölmassen und Schmelzwasser

Für die Einsatzkräfte aus Crimmitschau und Lauterbach gab es am Samstag viel Arbeit - aufgrund eines technischen Defekts und des Tauwetters.

Crimmitschau/Lauterbach.

Eine ungewöhnliche Aufgabe haben zwölf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Crimmitschau am Samstag gemeistert. Sie mussten auf dem Gelände, welches in der Vergangenheit von der Firma Apparatebau genutzt wurde, rund 2500 Liter Öl auffangen und umpumpen. Das Problem: Die Flüssigkeit wurde zuvor für die Prüfung eines Behälters erwärmt und hatte nach Angaben von Gemeindewehrleiter Werner Spalerski eine Temperatur von rund 170 Grad Celsius. "Dadurch kam es zu einer intensiven Dampfentwicklung. Wir mussten alle Arbeiten unter Atemschutz durchführen", sagte Spalerski.

Die Helfer wurden um 13.48 Uhr alarmiert. Als die Feuerwehr mit vier Fahrzeugen auf dem Areal an der Fichtestraße eingetroffen war, hatte sich das Öl bereits auf einer Fläche von rund 250 Quadratmetern ausgebreitet. Hier kam ein Ölbindemittel zum Einsatz. Da alle Versuche, den technischen Defekt zu beheben, nicht von Erfolg gekrönt waren, musste das Öl aufgefangen und umgepumpt werden. Der Einsatz dauerte bis 19 Uhr. "Im Anschluss waren noch umfangreiche Reinigungsarbeiten an der Feuerwehrtechnik erforderlich", sagte Spalerski.

Mit einer anderen Aufgabe wurden die Helfer der Ortsfeuerwehr im Neukirchener Ortsteil Lauterbach konfrontiert. Die Alarmierung war um 12.12 Uhr durch die Sirene. Der Grund: Tauwasser schwappte im Bereich des Lauterbacher Hains vom Feld über die Ortsverbindungsstraße zwischen Neukirchen nach Lauterbach. Die Polizei hatte die Unterstützung durch die Feuerwehr angefordert und die Straße bis 14 Uhr gesperrt. Die Einsatzkräfte aus Lauterbach rückten mit zwei Fahrzeugen und neun Feuerwehrleuten aus. Wie Ortswehrleiter Peter Kuhle informierte, war der Gullyeinlauf im Bereich der Senke durch Schnee und Eis verstopft. Das Wasser kam in Strömen das Feld entlang, weil es aufgrund des noch vorhandenen Bodenfrostes dort nicht versickern konnte. Nachdem die Helfer den Gullydeckel entfernt hatten, sorgten sie für den kontrollierten Abfluss des Schmelzwassers. Mitgespülte Äste mussten eingesammelt werden, um ein erneutes Verstopfen zu verhindern. Schäden an den hinter der Straße liegenden Gebäuden gab es laut Aussage von Kuhle nicht.

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