Fleißige Hände im Frühlingscafé stricken Kuscheliges für Babys

"Oma Christa" nimmt Abschied von Zahnarztpraxis. Steinpleiser verwandelt Oldtimer in Wohnmobil. Reinsdorfer Künstlerin stellt in Crimmitschau aus.

Gundel Hessel, Monika Bluhm und Lisa Naujok gehören zu den eifrigen Strickerinnen der Aktion "Fleißige Hände für kleine Füße". Das Jugendamt des Landkreises Zwickau hatte auch in diesem Jahr wieder zu einem Frühlingscafé eingeladen, um ihre ehrenamtliche Arbeit wertzuschätzen. Zu Gast waren auch die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Pusteblume" in Werdau und boten ein kleines Programm. 2012 legte das Netzwerk zur Förderung des Kindeswohls des Landkreises Zwickau den Grundstein für die Strick-Aktion. Seither gibt es 85 Frauen aus dem gesamten Landkreis Zwickau und der Umgebung, die ganz unterschiedliche, wunderschöne Dinge für Babys stricken. Selbst in diesem Jahr erreichten das Jugendamt schon wieder zahlreiche Söckchen und Mützen bis hin zu Kuscheltieren. Seit Beginn der Aktion sind bisher 18.900 gestrickte Werke zusammengekommen. Das Jugendamt überreicht innerhalb seiner "Babybegrüßungsbesuche" neben aktuellen Informationen und Beratungen alle handgefertigten Arbeiten an die frisch gebackenen Eltern für ihre Neugeborenen. (fp)


Christa Hartung (79) ist der Abschied von ihrem Team der Praxis "Die Zahnärzte Steinpleis" so richtig schwer gemacht worden. Mit Blumen, einer Torte, einer Kaffeerunde und einem Fotoalbum mit vielen schönen Erinnerungen ging die Seniorin in dieser Woche in den Ruhestand. "Seit wir vor 30 Jahren hier eröffnet haben, gehört Christa zu uns", sagte Geschäftsführerin Katrin Fischer. Als "Mädchen für alles" bewahrte die Steinpleiserin, die gleich gegenüber der Praxis wohnt, immer den Überblick, half, wo sie nur konnte und war immer für die anderen da. Auch um die Kinder der Zahnärztinnen kümmerte sie sich, damit diese schnell wieder in ihren Job zurück konnten. Bei "Oma Christa" fühlten sie sich bestens betreut. "Unsere Christa ist unser Sonnenschein. Sie hat immer die Arbeit gesehen, ist körperlich und geistig fit geblieben. Aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein." Ihre erste Auslandsreise hat die Seniorin ebenfalls gemeinsam mit ihren Kollegen nach Mallorca gemacht. "Das werde ich niemals vergessen, so wunderbar war das." Auch wandern gehen alle gemeinsam. Und alle hoffen auch, dass sich ihre Christa trotz ihres Ruhestands doch öfter mal in der Praxis sehen lässt. (rdl)


Jens Hühn (52), Inhaber eines Busunternehmens aus dem Werdauer Ortsteil Steinpleis, gehört bereits zu den Stammteilnehmern des IFA-Oldtimertreffens in Werdau. Er beteiligte sich am Wochenende zum zwölften Mal an dieser traditionsreichen Veranstaltung. Sein IFA L 60, der 1990 gebaut ist, bietet dabei einen ganz besonderen Komfort. Auf der Ladefläche befinden sich unter anderem Toilette und Küche. Das Mini-Wohnmobil ist mit einer Heizung ausgestattet. Bis zu drei Personen können hier übernachten. "Man schläft darin fast wie zuhause", sagt Jens Hühn, der mit einem Oldtimer in diesem Jahr auch wieder zu einer Urlaubstour starten will. Dabei wird der Busunternehmer von einer befreundeten Familie aus Eisenach begleitet. "Wir möchten sehr gern zu einer Norwegen-Tour starten. Bisher ist noch offen, ob es schon in diesem Jahr klappen wird", sagt Jens Hühn. (hof)


Ursula Seifert, Künstlerin aus Reinsdorf, bereitet eine neue Ausstellung in der Kleinen Galerie im Theater in Crimmitschau vor. Unter dem Titel "pastelle u.a." hat sie unter anderem Landschaften, Blumen und Figuren ausgewählt. Die Schau wird am Mittwoch, um 19.30 Uhr, eröffnet. Die Laudatio trägt Kunstwissenschaftler Jürgen Szajny vor. Liedermacher Christian Wenzel sorgt für die musikalische Umrahmung. Ursula Seifert stellt bereits zum vierten Mal in der Kleinen Galerie aus. Die Landschaftsmotive entstanden in Wildenfels, Bockwa und Wolkenburg, die Blumenbilder im eigenen und in fremden Gärten sowie die Figuren "nebenbei" auf Workshops, Pleinairs oder Märkten. Seit 1975 beschäftigt sich Ursula Seifert auf dem künstlerischen Gebiet. Sie war von 2000 bis 2015 auch Vorsitzende im Malzirkel "Steinkohle" in Zwickau, 2017 folgte der Wechsel zur Künstlergruppe "carbo fossilis". Die Ausstellung wird bis zum 30. Juni zu den Öffnungszeiten der Theaterkasse in Crimmitschau präsentiert. (hof)


Erik Enke (44), stellvertretender Vorsitzender des Fördervereines "Vereinshaus Lindenhof", schlüpfte beim Mitteldeutschen Korbmacher- und Pflanzenmarkt gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern in die Rolle von Ordnern. "Wir haben die Besucher auf dem Parkplatz des Deutschen Landwirtschaftsmuseums Schloss Blankenhain eingewiesen. Sie konnten ihre Fahrzeuge dort kostenlos abstellen. Wir haben lediglich um eine freiwillige Spende für unseren Verein gebeten." Die meisten Leute seien sehr zugänglich gewesen, der eine oder andere habe sogar nachgefragt, wofür das Geld verwendet werden soll. Fragen die Erik Enke gerne beantwortete. "Der Förderverein kümmert sich um den Erhalt des ehemaligen Blankenhainer Gasthofes, eines der ältesten Gebäude im Ort. Aktuell sind wir am Umbau der Toilettenanlagen. Zwar bekommen wir dafür Fördermittel aus dem Leader-Programm, müssen aber auch einen Eigenanteil aufbringen. Das erforderliche Geld versuchen wir unter anderem über Spenden aufzutreiben", sagte er. (awo)

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