Gefährt der Gäste rollt am schnellsten

Auf dem Schänkenberg hat der Lauterbacher Landlustverein am Samstag sein diesjähriges Seifenkistenrennen veranstaltet. Darunter auch erstmals Starter aus Tschechien.

Lauterbach.

Thomas Gersdorf dürfte Samstagabend seinen rechten Oberarm besonders gespürt haben. Der Lauterbacher war zum ersten Mal in der Geschichte der Seifenkistenrennen am Schänkenberg dafür verantwortlich, dass sich die drei- und vierrädrigen Gefährte pünktlich mit der Startfreigabe in Bewegung setzen können. "Das ist schon eine andere Aufgabe, als nur Helfer zu sein", sagte Thomas Gersdorf, für den sich die Aufgabe des Starters "einfach so ergeben" hatte. "Einige Mitglieder unseres Vereins haben entweder einen Krankenschein oder sind im Urlaub", sagte der Hobbyrennfahrer, dem es die Stockcar-Rennen angetan haben. In einer Seifenkiste saß er bisher nur einmal - bei einer Präsentationsfahrt beim Seifenkistenrennen im thüringischen Posterstein.

Am oberen Ende des Schänkenberges schickte Gersdorf 35 Starter auf ihre beiden regulären Läufe sowie 13 Teilnehmer auf den Sonderlauf mit einem Boxenstopp im Bereich der großen Haupttribüne gegenüber dem Gasthof. Den ließen die erstmals in Lauterbach startenden Teams aus Tschechien bewusst aus. "Der Boxenstopp ist eine lustige Sache für die Zuschauer, aber er zählt nicht für die Gesamtwertung der beiden Läufe", begründete Jiri Janovsky das Weglassen. Zumal sein Sohn Michal als Trainingsschnellster nach dem ersten Durchgang nur auf dem zweiten Platz hinter Bert Hoppe mit seiner "Rapsi" gelegen hatte und die Konzentration schon auf den entscheidenden Lauf gerichtet war. Und der sollte von Erfolg gekrönt sein. Denn Michal Janovsky konnte sich den Spitzenplatz zurückholen und den Siegerpokal mit heimnehmen. "Der Mitteldeutschland-Cup gastierte in diesem Jahr zum ersten Mal bei uns in Tschechien. Und wir wollten diese Serie mitfahren", erklärte Senior Janovsky in gutem Deutsch den Start auf der für ihn sehr kurzen Strecke in Lauterbach. Für die Organisatoren fand der Mittsechziger nur lobende Worte.


Drachen fehlt der Wind und den Rodlern der Schnee

Der Lauterbacher Landlustverein besteht seit 17 Jahren. Gegründet wurde er 1999 und hat seitdem im Neukirchener Ortsteil einiges auf die Beine gestellt. Neben dem Seifenkistenrennen, das zweifelsohne der jährliche Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Vereins ist, organisieren die Frauen und Männer um ihren Chef Roland Wagner jedes Jahr am Faschingsdienstag einen Kinderfasching sowie am letzten Oktober-Wochenende ein Drachenfest. Zuletzt hat für die Drachen allerdings der Wind gefehlt, wie auch der Schnee für das Nachtrodeln in der Lauterbacher "Hohle". Deswegen gab es das bisher letzte Rodeln im Jahr 2013. Im Februar dieses Jahres wurde ein "Winterfeuer" als Ersatzvariante dafür getestet. (tmp)

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