Gewerbeverbund erhält von Apotheker 14.000 Euro

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Ein Geschäftsmann aus Werdau, der während des Lockdowns seine beiden Läden geöffnet halten darf, zeigt ein Herz für andere Händler in der Stadt.

Werdau.

Die stolze Summe von 14.000 Euro hat Apotheker Volker Hoff aus Werdau am Mittwoch an Rigo Reuter und weitere Vertreter vom Gewerbeverbund Werdau übergeben. Gedacht ist die Spendensumme als Unterstützung für Mitglieder im Gewerbeverbund, die während des Lockdowns ihre Geschäfte geschlossen halten mussten. Volker Hoff ist selbst Mitglied in der lokalen Händlergemeinschaft, doch er darf während des Lockdowns seine beiden Geschäfte in Werdau geöffnet halten.

Bei der Spendensumme handelt es sich nur um einen ersten Betrag. Hoff spendet für jeden Coupon, den Über-60-Jährige von ihrer Krankenkasse zum Erhalt von FFP2-Masken erhielten und in der Flora-Apotheke im Fachmarktzentrum Schwalbe beziehungsweise der Flora-Apotheke an der Plauenschen Straße einlösen, jeweils zehn Euro. Ein Coupon berechtigt zum Erhalt von sechs Masken für die Monate Januar und Februar, der zweite Coupon für nochmals sechs Masken für die Monate März und April. "Den restlichen Betrag werde ich dem Gewerbeverbund im April nach Ablauf der Aktion übergeben", sagt Volker Hoff. Dann wird die Summe vermutlich etwas geringer ausfallen. Der Grund: Zahlreiche Empfänger der Gutscheine haben beide Coupons auf einmal eingelöst.

Rigo Reuter zeigte sich über die Summe erfreut. "Wir haben rund 40Mitglieder im Verein. Rund die Hälfte davon hat seit Wochen nur wenige oder gar keine Umsätze gemacht. Wir werden das Geld einsetzen, um beispielsweise unsere Werbung in den verschiedenen Medien zu verstärken", sagt der Chef des Gewerbeverbundes. Reuter, der den Imbiss im Strandbad an der Koberbachtalsperre und die "Snackeria" im derzeit geschlossenen Hallenbad in Werdau betreibt, gehört selbst zu den vom Lockdown betroffenen Händlern. Er begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, dass Händler ab Montag zumindest den Abholservice "Click & Collect" anbieten können. "Wir waren in Sachsen bisher das einzige Bundesland, in dem das nicht möglich war. Für die Händler ist der Service eine Möglichkeit, wenigstens etwas Umsatz zu machen. Es geht um das Überleben des stationären Handels. Jetzt liegt es an den Werdauern, das Angebot auch zu nutzen."

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