Hospiz hat viele Unterstützer

Dank der Spendenbereitschaft von Menschen aus der Region kann die Werdauer Einrichtung Wünsche ihrer Gäste erfüllen, die keine Kasse zahlt.

Werdau.

Überwältigt sind die Mitarbeiter des SRH Hospizes Sachsen-Thüringen an der Crimmitschauer Straße in Werdau von der Anteilnahme, die ihnen jetzt vor allem in der Adventszeit für ihre Arbeit entgegengebracht wird. Vor wenigen Tagen erhielt das Team einen Scheck über 7500 Euro von der Firma Brose Fahrzeugteile GmbH in Meerane. "Wir machen das nicht für Werbezwecke, sondern sehen es als Verpflichtung an", sagte Geschäftsführer Jörg Graichen zur Übergabe.

Der 55-Jährige war im Januar Gast beim Neujahrsempfang der Stadt Werdau. "Dort hatte sich die Einrichtung vorgestellt, und schon auf der Rückfahrt haben wir beschlossen, die Arbeit des Hospizes zu unterstützen." Einrichtungsleiterin Ramona Badura begrüßte dann die Meeraner im Haus, die sich alles anschauten. "Ich finde es unheimlich wichtig, dass es solche Einrichtungen gibt", so Graichen. Mit dem Geld soll ein Unterstand gebaut werden, damit sich die Gäste auch bei schlechterem Wetter kurz draußen aufhalten können.

Riesig war auch die Resonanz auf das Advents-Benefizkonzert in der Werdauer Stadthalle, zu dem die Mitarbeiter der Einrichtung und der Förderkreis rund um den Vorsitzenden Volker Hoff eingeladen hatten. Mehr als 300 Besucher waren gekommen. Stehende Ovationen des Publikums gab es für das Hospizteam. Schlager- und Countrysängerin Linda Feller, die seit Mai vorigen Jahres Botschafterin des Hospizes ist, traf mit ihren Liedern den Nerv der Besucher. Die Einnahmen, die über die Spendenboxen eingesammelt wurden, belaufen sich auf 3735Euro. "Diese Summe ist überwältigend. Wichtiger jedoch ist, dass sie zeigt, wie groß die Unterstützung der Menschen ist", sagte Ramona Badura. Die Mittel zum Unterhalt der Einrichtung werden nur zu ungefähr 95 Prozent von den Krankenkassen übernommen.

Deshalb ist das Hospiz auf Spender, Unterstützer und ehrenamtliche Helfer angewiesen, gerade für Dinge, die nicht zum Betreuungsstandard gehören. Deshalb hat auch das Team des Floristikfachgeschäftes "Der Rosenkavalier" in Crimmitschau gespendet. Anlässlich der Adventsausstellung im Laden stand eine Spendendose für Glühwein, Stollen und Kekse bereit, in der Besucher ihren Obolus einwarfen. Letztendlich konnten die Mitarbeiter einen Betrag von 600 Euro an das Hospiz überreichen. Ein Projekt, das die Werdauer Einrichtung mit Unterstützung der Sparkasse Zwickau umsetzt, kann ebenfalls dank der Spendenfreudigkeit vieler gestartet werden. Ein "Fluss der Erinnerungen" soll im Hospiz-Garten entstehen. An einen Bachlauf werden Steine mit den Namen derjenigen gelegt, die im Hospiz verstorben sind. Mehr als 80 Menschen sind es seit der Eröffnung. "Damit möchten wir unseren ehemaligen Gästen ein Denkmal setzen. Jeder Stein im Bett des Bachlaufes ist einzigartig, wie der Mensch, der ihm gewidmet ist", sagte Ramona Badura.

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