IFA-Treffen mit Besucherrekord und 24.000 Euro Defizit

Vor drei Monaten fand das Oldtimertreffen statt. Am Mittwoch trafen sich noch einmal die Helfer im Rathaus. Dabei wartete der Cheforganisator mit einigen Fakten auf.

Werdau.

Das 22. IFA-Oldtimertreffen, das am letzten Aprilwochenende stattfand, war eines der erfolgreichsten in der Geschichte der Veranstaltung. Die Kehrseite der Medaille: Das Treffen bleibt für die Stadt als Veranstalterin mit einem Defizit von 24.000 Euro ein erheblicher Kostenfaktor. Zu dem Ergebnis ist am Mittwoch der Organisator des größten Volksfestes in Werdau, Hans-Jürgen Beier, vor geladenen Gästen im Rathaus gekommen. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) hatte all die Helfer, die zu Gelingen des Treffern beigetragen hatten, zu einer Dankeschön-Veranstaltung eingeladen.

Besucher und Teilnehmer: Für die Veranstaltung wurden exakt 8783 Eintrittskarten verkauft. Hinzu kommen die Teilnehmer, die im Durchschnitt mit drei Personen anreisen. "Somit zählten wir zum 23. Treffen rund 12.000 Gäste. Das ist das beste Ergebnisse der zurückliegenden Jahre", sagt Beier. Vergeben wurden insgesamt 583 Startnummer. "Auch das ist ein Spitzenwert", zog der Cheforganisator weiter Bilanz. Am Abschlusskorso, dem Höhepunkt des dreitägigen Oldtimertreffens, nahmen 204 Fahrzeuge teil. "Jeder erhielt auf dem Markt von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig persönlich die Teilnehmer-Urkunde überreicht."


Parken und Sicherheit: "Das Verkehrskonzept hat sich bewährt. Es standen mit dem Platz der Solidarität und dem Gewerbegebiet in Steinpleis genügend Stellflächen zur Verfügung, die auch rege genutzt wurden", sagte Beier. Ihm zufolge verlief die Veranstaltung reibungslos. "Es gab keine Unfälle auf dem Gelände und auch keine Verletzten unter den Gästen. Alles verlief friedlich, sodass auch keine Einsätze der Polizei notwendig waren." Bis auf zwei negative Äußerungen von Besuchern über die Staffelung der Eintrittspreise habe es keine Beschwerden gegeben. Kultur und Verpflegung: Das kulturelle Angebot wurde nach Beiers Worten gut angenommen. Lediglich am Freitag, dem ersten Tag der Veranstaltung, würde sich der Organisator ein paar mehr Gäste auf dem Gelände wünschen. "Dabei ist gerade der Tag, an dem die Aussteller anreisen, interessant. Da können die Gäste die Fahrzeuge auch einmal in Aktion erleben", sagte Beier. In diesem Jahr habe es altersbedingt einen Wechsel beim Catering gegeben. "Der neue Betreiber hat an den alten Verträgen festgehalten, sodass es weder von den Gastronomen und Schaustellern noch von den Besuchern negative Äußerungen gab."

Kosten: Unterm Strich steht ein Defizit von 24.000 Euro zu Buche. Das sind 1000 Euro weniger als im Vorjahr. "Wir konnten unter anderem einen Teil der Kosten durch Neuregelungen im Securitybereich abfangen. Andererseits stehen dem Mehrkosten durch neue Auflagen in der Verkehrssicherheit gegenüber." Einer der großen Kostenfaktoren sei beispielsweise die Endreinigung der Trasse nach der Veranstaltung. Das kostet laut Beier rund 7500 Euro. "Wir haben als Stadt hart dafür gekämpft, dass das Veranstaltung auf der Westtrasse stattfindet. Dann müssen wir andererseits Kosten, wie die für die Straßenreinigung, auch in Kauf nehmen", verteidigte der Oberbürgermeister die Ausgaben. Er sieht unter anderem noch ein mögliches Einsparungspotenzial bei der Nutzung des sich an das Festgelände anschließenden Abschnittes der Westtrasse als Parkplatz für die Besucher. Dazu sollen im Herbst, nach den Landtagswahlen, weitere Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, stattfinden. Die Westtrasse ist eine Staatsstraße und wird daher vom Ministerium verwaltet.

Abschied: Fast nebenbei erwähnte das Stadtoberhaupt vor den geladenen Gästen, dass der Organisator und zugleich Chef des Werdauer Museums zum 23. Oldtimertreffen im April 2020 bereits im Ruhestand sein wird. "Wir werden die Stelle des Museumschefs aber neu ausschreiben und wieder besetzen, sodass es auch mit dem Oldtimertreffen weitergeht", sagte Czarnecki. Der Oberbürgermeister wird im April 2020 ebenfalls nur als Gast am IFA-Oldtimertreffen teilnehmen. Seine Amtszeit endet im August.

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