Im Mini-Format wie im Original: Landstraße ist eine Baustelle

Der Modellbahnclub aus Crimmitschau zeigt auf einer Anlage den Bereich rund um den Bahnhof. FürBesucher gibt es viel Neues zu entdecken.

Crimmitschau.

Das Geschehen aus dem Alltag wird (manchmal) auf die H0-Anlage des Modellbahnclubs in Crimmitschau übertragen. Das jüngste Beispiel: Die Mitglieder des Vereins haben in den letzten Monaten ein Fahrsystem für Modellautos zwischen den Häusern an der Glauchauer Landstraße installiert. "Wir mussten die Fahrbahn zwei bis drei Millimeter tief aufschlitzen und einen Draht verlegen. Danach wurde die Oberfläche mit Spachtelmasse wieder verschlossen", sagt Vereinsmitglied Tom Schwarz. Nun rollen auch kleine Modellautos, die mit einem Spezialmagneten ausgestattet sind, auf der H0-Anlage über die Glauchauer Landstraße. Zur Erinnerung: In den vergangenen Monaten waren Tief- und Straßenbauer auch an der Originalstrecke im Einsatz. An der Glauchauer Landstraße mussten die Versorgungsleitungen ausgetauscht sowie Fahrbahn und Fußweg erneuert werden.

Die Besucher, die am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr einen Blick in die Vereinsräume an der Badergasse werfen können, entdecken auf der 10,40 Meter langen und 2,50 Meter breiten Anlage - neben dem Fahrsystem - viele weitere Neuerungen. Vereinsmitglied Heinz Knauth hat eine Häuserzeile, die sich an der Straße Hinterm Bahnhof befindet, aus Sperrholz nachgebaut. Zudem entstand - neben dem Volltuchwerke-Betrieb - eine Kleingartenanlage.

Das Ziel der Mitglieder des Modellbahnclubs: Sie zeigen auf der H0-Anlage, wie das Umfeld rund um den Bahnhof in Crimmitschau zu Beginn der 1980er-Jahre aussah. Einige Gebäude, die es im Mini-Format noch gibt, sind längst aus dem Stadtbild verschwunden. Dort befinden sich nun neue Straßen, an die vor 35 bis 40 Jahren noch nicht zu denken war. "Wir wollen möglichst originalgetreu zeigen, wie das Umfeld des Bahnhofs einmal aussah", sagt Vorstandsmitglied Ralph Reichelt. Dafür sind die Mitglieder des Modellbahnclubs auf Unterstützung angewiesen. Sie befinden sich auf der Suche nach historischen Fotos und alten Postkarten. "Wir stehen deshalb schon mit dem Heimatverein in Kontakt", sagt Ralph Reichelt.

Das Interesse an der Ausstellung ist bisher gering. Nur 150 Besucher haben an den letzten beiden Wochenenden und am Reformationstag einen Blick auf die H0-Anlage und die weiteren Modellbahnanlagen geworfen. Dabei ist der Besuch im Modellbahnclub irgendwie auch ein Stück Geschichtsunterricht: Omas, Opas und Eltern können ihren Enkeln und Kindern zeigen, wie der Bereich rund um den Bahnhof früher einmal aussah. Dabei lassen sich (manchmal) Parallelen in die Gegenwart finden.

Ausstellung des Modellbahnclubs in Crimmitschau am Samstag und am Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr in den Vereinsräumen an der Badergasse. Der Eintritt kostet 3 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Zudem gibt es eine Familienkarte, die 7 Euro kostet. Die Mitglieder treffen sich jeden Freitag zwischen 17 und 21 Uhr. Der Verein befindet sich aktuell auf der Suche nach Verstärkung.

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