In Dörfern gehen kleine Wünsche in Erfüllung

In den Dörfern rund um Crimmitschau steht den Ortschaftsräten ein eigener Etat zur Verfügung. Sie investieren das Geld in Sitzgruppen, Geschirrspüler und Kriegerdenkmal.

Crimmitschau.

Die Ortschaftsräte in den Ortsteilen von Crimmitschau verfügen über ein eigenes Budget. Sie bekommen jährlich 2 Euro pro Einwohner aus der Stadtkasse zur Verfügung gestellt - zur freien Verwendung. Was ist mit dem Geld geplant? Blankenhain: Ortsvorsteher Mario Opitz (Für Crimmitschau) finanziert aus dem Budget kleine Geschenke - unter anderem zum Jubiläum des Faschingsvereins und für Seniorengeburtstage. "Damit kommen wir nicht mit leeren Händen", sagt Opitz. In Blankenhain (939 Einwohner) wurden zuletzt 1155 Euro (2017) und 872 Euro (2018) beansprucht. 1730 Euro befinden sich momentan im Sparstrumpf. Damit kann laut Opitz möglicherweise die Neugestaltung des Spielplatzes am Deutschen Landwirtschaftsmuseumunterstütztwerden. Frankenhausen: Im größten Ortsteil (1122 Einwohner) gibt es unter anderem einen Zuschuss für die Bauprojekte im Kloster. Zudem unterstützt der Ortschaftsrat das Maibaumsetzen am Spritzenhaus der Ortsfeuerwehr. "Wir können selbstständig die Schwerpunkte setzen", sagt Ortsvorsteher Stefan Rudert (Sächsischer Heimatschutz), der gemeinsam mit seinen Mitstreitern in den vergangenen beiden Jahren jeweils nur etwa die Hälfte des Budgets ausgegeben hat: 2017 wurden 1140 Euro beansprucht, 2018 waren es 1250 Euro. Im Budget-Topf befanden sich 2244 Euro. Die Differenz wird gespart. Langenreinsdorf: Auf der Wunschliste des Ortschaftsrates von Langenreinsdorf (939 Einwohner) steht die Anschaffung eines neuen Industrie-Geschirrspülers für die Räume des Dorfclubs. Dort finden zahlreiche Veranstaltungen des Dorftheaters und des Faschingsclubs statt. Die Kosten beziffert Ortsvorsteher Lutz Baumgärtel (FDP) auf rund 3500 Euro. "Für das Projekt haben wir eine kleine Rücklage gebildet", sagt er. Knapp 2000 Euro konnten die Langenreinsdorfer in den vergangenen beiden Jahren ansparen. Sie gaben nur 348 Euro (2017) und 603 Euro(2018)aus. Lauenhain: Auch in Lauenhain (609 Einwohner) wird ein Teil des Budgets für größere Vorhaben angespart. "Wir wollen das Geld nicht verplempern", sagt Ortsvorsteher Christian Jacob (Für Crimmitschau). Er macht deutlich, dass unter anderem die Sanierung der Fassade am Gemeindehaus auf der Wunschliste steht. Die Lauenhainer haben zuletzt nur 104 Euro (2017) beziehungsweise 693 Euro (2018) ausgegeben. Mannichswalde: Der Ortschaftsrat von Mannichswalde (605 Einwohner) hat mit einem Zuschuss aus dem Budget im letzten Jahr die Anschaffung einer Sitzgruppe für den Spielplatz unterstützt. "Spielplatz und Sitzgruppe werden richtig gut angenommen", sagt Ortsvorsteher Gerd Neufert (Für Crimmitschau). Er macht deutlich, dass in diesem Jahr wahrscheinlich Geld für eine Frischekur des Kriegerdenkmals bereitgestellt werden soll. Mannichswalde hat 1000 Euro (2017) und 927 Euro (2018) ausgegeben. In der Rücklage befinden sich 499 Euro - und damit weniger als in anderen Dörfern von Crimmitschau.

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