Japanische Püppchen gefragt

In der Tuchfabrik Gebr. Pfau war am Wochenende Ostermarkt. Trotz miesen Wetters lockte die Veranstaltung die Leute raus.

Crimmitschau.

Japanisch kam Petra Bergner den Besuchern des Ostermarktes in der Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau. Die 73-Jährige liebt seit ihrer Kinderzeit Handarbeiten und macht eigentlich alles, wie sie sagt. Seit zwei Jahren auch Amigurumi. Das Wort ist eine Zusammensetzung der beiden japanischen Verben amu und kurumu.

Es bezeichnet eine japanische Strick- oder Häkelkunst, mit der kleine Tierpuppen und Gegenstände hergestellt werden. "Ich bin zufrieden. Es läuft gut, die Leute kaufen", sagte die Hohenstein-Ernstthalerin am Sonntagnachmittag, als sich Besucherscharen durch die ehemaligen Produktionsräume der Tuchfabrik schoben. "Super ist natürlich, dass ich hier keine Standgebühren bezahlen muss. Da bleibt dann doch etwas hängen."

Auch Eva Marie Wendisch war zufrieden. An ihrem Spinnrad drehte sie am Sonntag fingerfertig Alpakawolle zu einem feinen, gleichmäßigen Faden. "Ich bin von Anfang an beim Ostermarkt in Crimmitschau dabei", sagte die 74-Jährige, die niedliche Kindermützen in Erdbeer-Optik an die Käufer brachte. Sie trage selbst gern Sachen aus Wolle. Alpaka sei mit das Beste, was man in dieser Hinsicht anziehen könne. Zufrieden mit der Besucherresonanz war Museumsleiterin Jana Kämpfe. "Die Rekordzahl von 2000 Gästen wie im vergangenen Jahr erreichen wir diesmal zwar nicht, aber trotzdem herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Und auch das schlechte Wetter hat die Leute nicht abgehalten."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...