Kehren ist lebensgefährlich

Seit Werdau die Gebührensatzung fürs Reinigen abgeschafft hat, gibt es Ärger, vor allem bei Anwohnern viel befahrener Orts-Durchfahrtsstraßen.

Werdau.

Anwohner der Hauptstraße im Werdauer Ortsteil Leubnitz ärgern sich über Post aus dem Rathaus. "Sie wurden aufgefordert, die Fußwege und Schnittgerinne zu säubern und die Straße bis zur Hälfte zu kehren. Das ist meiner Meinung nach nicht rechtens", sagte Andreas Wimmer, Stadtrat und Ortsvorsteher von Leubnitz, auf der Sitzung des Verwaltungsausschusses in dieser Woche.

Den Anwohnern dieser viel befahrenen Durchfahrtsstraße könne man es nicht zumuten, dass sie auf die Straße laufen und dort kehren. "Oder soll der Bereich dann vorher mithilfe des Bauhofes abgesperrt werden, damit die Leute ihren Pflichten nachkommen können?" fragte Wimmer provokant.


Seitdem die Stadt Werdau auf mehrheitlichen Beschluss des Rates die Gebührensatzung für die Reinigung von Straßen aufgehoben hat, und jeder vor seiner eigenen Tür kehren soll, gibt es Probleme. Nicht nur, dass es an einigen Stellen sehr unsauber aussieht. Gerade Anlieger viel befahrener Straßen in den Ortschaften wie in Leubnitz oder an der Königsstraße in Königswalde sehen sich oft außerstande, ihren Pflichten nachzukommen.

"Die Gebührensatzung werden wir nicht wieder einführen", sagte Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU). Aber es gibt Überlegungen, die Liste der Straßen zu erweitern, die in Regie der Stadt gekehrt werden. Wie er sagte, seien unter anderem Abschnitte der Wettinerstraße sowie der Leubnitzer Hauptstraße dabei im Gespräch.

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