Kirchenkreuz wird ins Freie umgesetzt

Werdauer können der Gemeinde ihre Gebetsanliegen per E-Mail oder Post übermitteln - Briefe werden am Holz befestigt.

Werdau.

In Zeiten der Coronakrise ist das Bedürfnis nach Zuspruch und Hilfe stark angestiegen. Die Erfahrung hat Pfarrer Andreas Richter aus Werdau gemacht. Ein stilles Gebet in der Kirche ist in Werdau derzeit nicht möglich. Die Kirche ist eine Großbaustelle und mindestens bis Jahresende nicht nutzbar. Dennoch will der Pfarrer Menschen die Möglichkeit bieten, ihre Gebetsanliegen zu formulieren. Er hat dafür ein circa zwei Meter Kreuz aus Holz an der Eingangstür zum Gemeindezentrum platziert. Das Kreuz fertigte das Mitglied des Kirchenvorstandes, Wolfgang Dietrich, speziell für das besondere Anliegen an. "Das Kreuz steht für Leiden und Schmerz. Es steht für das, was uns derzeit bedroht und beängstigt. Aber es steht auch für Hoffnung", sagt der Pfarrer.

Wer möchte, kann sein Gebetsanliegen schriftlich in den Briefkasten am Gemeindezentrum einwerfen oder per E-Mail an das Pfarramt schicken. "Die Zuschriften werden am Kreuz befestigt, als Zeichen der Verbundenheit", sagt Andreas Richter.

Während der Osterfeiertage wird das Kreuz für circa eine Stunde im Freien vor dem Gemeindezentrum an der Burgstraße aufgestellt. Das geschieht am Karfreitag um 15 Uhr sowie am Ostersonntag um 9 Uhr. Das ist die Zeit, zu der auch die Glocken in der Marienkirche ertönen. Während der Zeit können die Werdauer ihre schriftlichen Anliegen selbst am Kreuz befestigen. (umü)


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