Kita-Nutzung künftig ohne Gebühren

Linken-Stadträtin plädiert in Werdau für Senkung

Werdau.

Für die Abschaffung der Gebühren in den sächsischen Kindertagesstätten plädiert Sabine Zimmermann, Mitglied der Partei die Linke im Bundestag und im Stadtrat Werdau. "Kinder sind unsere Zukunft, da sind sich die Parteien einig. Doch dann muss man in diese Zukunft auch investieren. Es ist gut, dass das zusätzliche Geld vom Bund in Werdau ankommt. Klar ist aber auch: Die Mittel reichen bei Weitem nicht aus, um die notwendigen Verbesserungen bei der Kinderbetreuung zu finanzieren", sagt die Königswalderin. Mehr Personal sei sehr wichtig. Genauso wichtig ist es ihrer Meinung nach aber auch, die Elternbeiträge abzuschaffen. Eine gebührenfreie Kita schaffe gleiche Startchancen für jedes Kind und entlaste Familien mit geringem Einkommen. "Ich appelliere an die künftige Landesregierung, die Kitagebühren endlich abzuschaffen. Thüringen macht es vor."

Werdau will zwar die Kitabeiträge im Jahr 2020 nicht weiter erhöhen. Doch die Pleißestadt hat bereits die höchsten Gebühren im Vergleich zu umliegenden Städten. Die neunstündige Betreuung in der Krippe kostet hier 250,03 Euro. In Crimmitschau sind 227,25 Euro zu zahlen, in Glauchau 217,55, in Zwickau 210,16 und in Meerane 152,72. "Werdau erhebt den höchsten Gebührensatz, der nach Landesrecht überhaupt möglich ist. Die Stadt sollte mit gutem Beispiel vorangehen und die Gebühren Schritt für Schritt auf den Minimalsatz absenken", sagt Zimmermann. In der Nachbarstadt Crimmitschau ist ein Vorstoß der Bürgervereinigung zur Abschaffung der Kita-Gebühren im Stadtrat gescheitert. (fp)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...