Knirpse bekommen jetzt digitale Post

In der Kita "Schöne Aussicht" ist derzeit weniger los. Die Erzieher halten dennoch über das Internet Kontakt zu den Kindern.

Werdau.

Um mit den 35 Mädchen und Jungen, die derzeit nicht in der Kita "Schöne Aussicht" in Werdau betreut werden können, in Kontakt zu bleiben, haben sich die acht Pädagogen etwas Besonderes einfallen lassen. Seit zwei Wochen erhalten die Kinder mehrmals in der Woche elektronische Post unter anderem mit Basteltipps, Spielideen oder Lernaufgaben aus dem Reich der Zahlen.

Zu Hause können dann beispielsweise ausgestanzte Schneeflocken gezählt werden oder es geht auf eine Reise ins "Zahlenland". Dort wartet Kuddelmuddel und bringt die Ordnung in der Zahlenreihe wieder durcheinander. Anja Püschel, die seit acht Jahren in Einrichtung als Leiterin tätig ist, sagt: "Wir wollen nicht, dass die Verbindung zu den Kindern abreißt und möchten für sie da sein, auch wenn wir uns nicht täglich sehen können."

Vor allem will die Kita mit dem Angebot die Schulanfänger-Eltern unterstützen, die ihre Schützlinge auf die Schule vorbereiten. "Die Eltern zu inspirieren und zu unterstützen, ist uns ein großes Bedürfnis. Wir geben Anregungen und Ideen für eine sinnvolle Gestaltung der Tage ohne Kita. Denn neben den Pflichten im Homeoffice ist das für viele Eltern nicht immer einfach", sagt sie.

Dass das Angebot bei den Eltern gut ankommt, zeigen die zahlreichen Rückmeldungen. So antwortete eine Mutter mit folgenden Worten: "Hallo liebes Kita-Team, wir finden die Idee richtig klasse und freuen uns total, dass wir Zuhause nicht vergessen werden. Wir sind schon gespannt auf die weiteren Lernangebote."

Ein Feedback, das die Erzieher der Kita "Schöne Aussicht" anspornt, auf dem Weg weiterzumachen. Am vergangenen Freitag haben sie ein Puppentheater unter dem Titel "Der Kasper ist krank" aufgeführt und per Video aufgenommen. "Wir finden es wichtig, den Kindern das Theater näherzubringen - vor allem, da derzeit ein Ausflug ins Zwickauer Puppentheater nicht möglich ist", so die Pädagogen Alexandra Uhlig und Michael Werner, in ihrer Rolle als Puppenspieler. Ganz verwaist ist die Einrichtungen dennoch nicht. Laut Kita-Chefin werden derzeit 20 Kinder von Eltern betreut, die in systemrelevanten Berufen tätig sind.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.