Legende im Eishockey soll in der Region geehrt werden

Nationaltrainer Gerhard Kießling wurde 94 Jahre alt

Crimmitschau.

Wie kann in Westsachsen künftig an den ehemaligen Eishockey-Nationaltrainer Gerhard Kießling erinnert werden? Der gebürtige Meeraner, der in Crimmitschau aufgewachsen ist und seine Karriere begonnen hat, starb im April im Alter von 94 Jahren.

Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) und der Vorstand des ETC Crimmitschau verständigten sich bereits vor wenigen Tagen über eine mögliche Würdigung von Gerhard Kießling. "Angesichts der Fülle von Ideen und Anregungen und wegen des momentan überfüllten Terminkalenders des Oberbürgermeisters sowie seines anschließenden Urlaubs wurde der nächste Gesprächstermin auf Juli gelegt", informiert Rathaussprecherin Uta Pleißner.


An der Trauerfeier für Gerhard Kießling nahm Stefan Rudert, stellvertretender Vorsitzender des ETC Crimmitschau, teil. "Er hat im Namen des Vereins unser Beileid übermittelt. Alle weiteren Schritte, wie wir an die Arbeit von Gerhard Kießling erinnern, sollen mit seiner Familie und der Stadt abgestimmt werden", sagt der ETC-Vorsitzende Matthias Gerth. Er macht deutlich, dass über verschiedene Vorschläge in den Sommermonaten gesprochen werden soll. Gerth: "Wir müssen nichts überstürzen."

Gerhard Kießling wurde am 16. Juni 1922 in Meerane geboren. Die Familie lebte damals in der Philippstraße. Im nächsten Amtsblatt, das am 24. Mai erscheint, soll es eine Veröffentlichung als Erinnerung an den bekannten Sportler geben. Das teilt Medienreferentin Heike Hönsch mit. Sie macht aber auch deutlich: "Zwischen der Stadt Meerane und Gerhard Kießling gab es keine Kontakte."

Die Eltern von Gerhard Kießling waren 1929 nach Frankenhausen gezogen, um eine Bäckerei zu betreiben. Auf dem dortigen Hofteich begann seine Eishockey-Karriere. Im September 1957 floh die Familie in den Westen. Als Trainer betreute Kießling in 28 Länderspielen erst die DDR-Auswahl und später das BRD-Team. Er wohnte mit seiner Familie zuletzt in Mittenwald.

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