Menschen, die auf Reisen gehen

Weltenbummler wagt Blick von Brücke in China. Kinder und Wirtschaftsjunioren im Bundestag. Drei westsächsische Jungimker fahren nach Mayen.

Harald Lasch (66), Weltenbummler aus Crimmitschau, hat bereits die ersten 1000 Kilometer mit dem Rad quer durch Asien zurückgelegt und dabei die beiden der für ihn wichtigen Etappen in China erreicht. Dazu gehörte die erst vor einem Jahr fertiggestellte Glasbodenbrücke im Südosten des Landes. "Die einmal zu sehen und auch zu überqueren, das war ein großer Wunsch von mir. Das Bauwerk, 300 Meter über einer Schlucht im Zhangjiajie-Gebirge, ist die neueste Touristenattraktion in China. Wer sich auf diese Brücke traut, sollte allerdings schwindelfrei sein, denn ein Blick durch das Glas in die Tiefen der Schlucht könnte bei dem einen oder anderen Besucher schon eine äußerst schwindelerregende Wirkung haben", sagt der Weltenbummler. Ein weiteres Ziel, zirka 300 Kilometer nördlicher gelegen, war die Drei-Schluchten-Talsperre. "Das Wasserkraftwerk ist mit einer installierten Generator-Leistung von 18,2 Gigawatt das größte der Erde, auch wenn es höhere und längere Talsperren und größere Stauseen gibt. Der durch die Staumauer entstandene Stausee erstreckt sich durch die berühmten Drei Schluchten über mehr als 600 Kilometer bis nach Chongqing", berichtete Harald Lasch per Telefon aus China. Nach einem Tag Pause am Stausee ging die bisher pannenfreie Fahrt weiter in Richtung Mongolei. (umü)

Stefanie Lenk (31), ist ab sofort die Leiterin des Seniorenpflegeheimes der Volkssolidarität "Robert Koch" in Langenreinsdorf. Bislang war die junge Frau als Pflegedienstleiterin in der Einrichtung tätig. Sie tritt die Nachfolge von Steffie Wagner-Markert an, die sich in den Ruhestand verabschiedet hat. "Die Heimleitung ist eine große Herausforderung, aber ich weiß, dass ich ein gutes Team hinter mir habe", sagt die Fraureutherin. Bereits seit 2008 ist die gelernte Altenpflegerin für die Volkssolidarität tätig und dadurch mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut. Anfangs als Pflegefachkraft in der Sozialstation angestellt, übernahm sie im Jahr 2015 die Pflegedienstleitung im Seniorenheim, in dem auch Haustiere wie Vögel und eine Katze ihr Zuhause haben. (rdl)

Doreen Urban-Kern (42), war mit ihren Mädchen und Jungen der "Kinderstube" Leubnitz auf großer Fahrt. Gemeinsam mit Erziehern und Eltern ging es nach Berlin in den Bundestag. "Dank des CDU-Bundestagsmitglieds Carsten Körber wurde uns eine kindgerechte Führung im Bundestag ermöglicht", freute sich die Leiterin der "Kinderstube" über den gelungenen Ausflug, der schon zu einer Tradition geworden ist. Und die Kleinen waren auch diesmal schwer beeindruckt. "So hohe und große Räume", war nur eine der Meinungen der Kinder. Anschließend waren die Leubnitzer in kleinen Gruppen unterwegs, so zum Beispiel auf dem Alexanderplatz, wo bei herrlichem Sonnenschein der Fernsehturm, das Rote Rathaus und die Weltzeituhr bestaunt wurden. (rdl)

Jil Werner (15) aus Reinsdorf, Jonas Gruner (15) aus Mülsen (15) und Wilhelm Schmidt (16) aus Glauchau vertreten als Team am Wochenende Sachsen bei der kleinen deutschen Meisterschaft der Jungimker, die in Mayen (Rheinland-Pfalz) ausgetragen wird. Der Umstand, dass alle drei aus Westsachsen stammen, ist eher ein Zufall, sagt Peter Gruner, Imker aus Mülsen St. Niclas und zugleich Landesjugendobmann. Beim Wettkampf sind theoretische und praktische Aufgaben zu lösen. "Verschiedene Honigsorten an Farbe, Geruch und Geschmack zu erkennen, ist schon eine Herausforderung. Aber auch Fragen aus der Botanik haben es in sich", sagt der Landesjugendobmann. All dem sehen die drei jungen Westsachsen optimistisch entgegen. "Da wir als Mannschaft antreten, können wir uns gegenseitig ergänzen und auf diese Weise mögliche Fehlerquellen umgehen", sagt Jil Werner. Bei Jonas Gruner war es Vater Peter, der den Junior für dieses Hobby begeisterte. "Es macht Spaß, auch wenn ich schon etliche Male gestochen wurde. Angst sollte man vor Bienen nicht haben, aber Respekt kann nicht schaden", sagt er. Auch Wilhelm Schmidt blickt dem Ausgang der Meisterschaft gelassen entgegen. "Natürlich wollen wir ganz vorne landen, aber das möchten die anderen Mannschaften ebenso. Deshalb zählt der olympische Gedanke", sagt er. Nichts- destotrotz träumen alle Drei ein bisschen vom Sieg, denn das beste Team darf zum Internationalen Jungimkertreffen nach Großbritannien fahren. (awo)

Karina Thümmler (33), Gewerbekundenberaterin bei der Volksbank Chemnitz, Niederlassung Zwickau, Foto) und Susann Löffler (Inhaberin der Beratungsfirma CBS in Hohenstein-Ernstthal) - beide sind Wirtschaftsjuniorinnen - haben eine Woche lang einen Einblick in das politische Berlin bekommen. Sie nahmen am Projekt "Know-how-Transfer" der Wirtschaftsjunioren Deutschland teil und hatten dadurch die Chance, einen Bundestagsabgeordneten zu begleiten. Karina Thümmler war zu Gast bei Carsten Körber (CDU) und Susann Löffler bei Marco Wanderwitz (CDU). Ziel des Projektes ist es, Unternehmern einen Einblick in den Alltag der Parlamenta- rier zu geben und den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik zu fördern. Auf dem Programm standen neben der Teilnahme an Fraktions-, Ausschuss- und Arbeitsgruppensitzungen auch Diskussionsveranstaltungen mit Politikern wie Volker Kauder, Hubertus Heil, Kerstin Andreae, Dietmar Bartsch und Bundesminister Christian Schmidt sowie ein Zusammentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ab dem Sommer treten die Abgeord- neten dann Gegenbesuche in den Unternehmen an, um den Unternehmeralltag besser kennen zu lernen. (ja)

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