Museum bekommt neuen Chef

Der Werdauer Stadtrat plädierte für eine Wiederbesetzung der Stelle und setzte damit einen alten Beschluss außer Kraft.

Werdau.

Das Werdauer Museum erhält nach dem Weggang des bisherigen Leiters, der zum 1. April 2020 aus Altersgründen ausscheidet, einen neuen Chef. Darauf hat sich der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung geeinigt. Ursprünglich sollten das Haus sowie die benachbarte Stadtbücherei künftig unter einer Leitung stehen. So hatte es der Stadtrat im Mai 2017 festgelegt und wollte damit Kosten sparen. Nun sahen das die Volksvertreter anders.

Nachdem die zum Zeitpunkt des ersten Beschlusses noch tätige Leiterin der Bücherei im März 2018 in Rente ging, wurde deren Stelle mit Philipp Maaß neu besetzt. Nach dessen Einschätzung kann bei einer Übernahme der zusätzlichen Aufgaben im Museum die konzeptionelle und kontinuierliche Weiterentwicklung der Bücherei nicht gewährleistet werden. Dies, so die Fachbereichsleiterin für Bildung und Zentrale Steuerung, Bärbel Hoffmann, habe er in einem Gespräch zum Ausdruck gebracht. Ähnlich habe sich auch der derzeitige Leiter des Museums, Hans-Jürgen Beier, geäußert. Auch er befürchtet, dass bei einer gemeinsamen Leitung von Museum und Bibliothek die bisherigen Angebote nicht mehr gewährleistet werden könnten. Er habe unter anderem das IFA-Oldtimertreffen genannt, das unter Regie des Museums organisiert wird. Hoffmann wies bei der Begründung der Beschlussvorlage auch darauf hin, dass die Kommune 30.000 Euro jährlich aus dem Kulturraum für das Museum erhalte. "Fällt die Leiterstelle weg, erhalten wir auch nicht mehr das Geld." Argumente, die den Rat überzeugten.

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