Nach dem Ja-Wort zur Feier ins Zeltlager an der Talsperre

90 Jahre Kober - Ein Paar aus Fraureuth hat sich für seine Hochzeitsfeier einen nicht alltäglichen Ort ausgewählt. Doch das hatte seinen Grund.

Niederalbertsdorf.

Der 19. Juli 2008 ist ein Tag, der Steffen Gruna nach lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird. An jenem Tag hat er seiner großen Liebe Peggy das Ja-Wort gegeben. Den Bund der Ehe schloss das Paar im Herrenhaus in Fraureuth. Zu Hause sind die beiden in Ruppertsgrün, einem Ortsteil von Fraureuth.

"Wir sind nach der Eheschließung mit einer Kutsche abgeholt worden und nach Werdau an die Teiche gefahren. Dort entstanden dann unsere Hochzeitsfotos, auch wenn der Landwehrgrund damals noch bei Weitem nicht so schön aussah, wie es heute der Fall ist", sagt der 45-Jährige. Nach dem Fototermin ging es zur eigentlichen Feier. Die fand auf dem Gelände des FAB-Zeltlagers am Ufer der Koberbachtalsperre statt. Dort wurde das Brautpaar an jenem Samstagnachmittag von rund 80 Hochzeitsgästen erwartet.


"Der Ort für die Hochzeitsfeierlichkeiten mag für den einen oder anderen etwas ungewöhnlich klingen, für uns war es der ideale Platz", erinnert sich Steffen Gruna. Er hatte den Veranstaltungsort auch ausgewählt. Der Grund: Der Ruppertsgrüner, seit 2012 Geschäftsführer des Kreisverbandes der Volkssolidarität Zwickauer Land, war zum Zeitpunkt der Eheschließung noch beim Verein zur Förderung von Ausbildung, Beschäftigung, Beratung und Betreuung Jugendlicher und Erwachsener, kurz FAB genannt, in Crimmitschau beschäftigt. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Betreuung des FAB-Zeltlagers an der Talsperre. Das Gelände war damals bei Jugendgruppen, Schulen, Kindereinrichtungen und Vereinen eine gefragte Adresse. Besonders in den Sommerferien war das Zeltlager gefragt. Warum die eigene Hochzeitsfeier in irgendeiner Gaststätte feiern, wenn das Zeltlager dafür ideale Voraussetzungen mitbringt? Der Platz auf dem Gelände des FAB am Ufer der Talsperre reichte aus, um dort eine zünftige Party auf die Beine zu stellen. Um das ganze Drumherum kümmerten sich Freunde und Bekannte. Ein großes Zelt, in dem die Feier stattfand, besorgte der Schwager von Steffen Gruna. Er arbeitet bei der Brauerei in Altenburg. Das Unternehmen stellte nicht nur das Zelt bereit, sondern auch die benötigten Sitzgarnituren. Ein kleines Zelt, das beispielsweise für die Lagerung der Getränke benötigt wurde, lieh sich Steffen Gruna bei seinem Arbeitgeber aus. "Die Feier kam bei den Gästen richtig gut an. Besonders für die Kinder war der Ort ideal. Sie konnten sich auf dem Gelände richtig austoben und langweilten sich nicht, was bei einer Familienfeier in geschlossenen Räumen schnell passieren kann. Außerdem spielte an jenem Tag auch das Wetter mit. Bis auf einen kurzen Schauer gegen Mitternacht", blickt Steffen Gruna zurück.

Zufrieden mit der Wahl des Ortes für die Feierlichkeiten war auch seine Frau Peggy, die er 1999 während des Studiums in Leipzig kennengelernt hat. Die Hochzeitsnacht verbrachte das frisch vermählte Paar im Hotel "Kristall" in Werdau, bevor es den darauffolgenden Tag am Morgen zurück an die Talsperre ins Zeltlager ging und dort das große Aufräumen begann.

Steffen und Peggy Gruna waren bisher die einzigen, die im FAB-Zeltlager an der Kober ihre Hochzeitsfeier durchführten. "Zumindest in der Zeit, in der ich für die Einrichtung zuständig war", blickt der Ruppertsgrüner zurück. Schon das macht die Hochzeit zu etwas Besonderem.

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