Neue Leitung auf 125 Kilometern

Die Arbeiten zum Austausch einer wichtigen Ferngastrasse beginnen auch in Sachsen. Noch werden allerdings keine Rohre bewegt.

Zwickau.

Die Ferngas Netzgesellschaft beginnt mit der Erneuerung des sächsischen Abschnitts ihrer Erdgasleitung 442. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Schwaig bei Nürnberg mit. Der Abschnitt habe eine Länge von circa 17Kilometern, so das Unternehmen, das Eigentümer eines über 3000 km langen Netzes von Erdgashochdruckleitungen ist. Er führt von der Grenze zu Ostthüringen über Fraureuth und Werdau bis in den Zwickauer Ortsteil Niederhohndorf.

Insgesamt ist die Leitung rund 125 Kilometer lang und beginnt in Limbach in Thüringen. Um sie auf den heutigen Stand der Technik zu bringen, will das Unternehmen in den sächsischen Abschnitt etwa 25Millionen Euro investieren. Für die gesamte Strecke werden es rund 180 Millionen Euro sein. "Damit erhöhen wir die Versorgungssicherheit für die kommenden Jahrzehnte", sagte Projektleiter Philipp Egle. Zudem könne die neue Leitung besser überwacht und gesteuert werden, als es mit der vorhandenen aus den 1950er- und 1960er-Jahren möglich sei.


Grundlage für den Beginn der Arbeiten ist ein Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen. "Wir bewegen uns weitestgehend in der bestehenden Trasse, Veränderungen sind überschaubar", erklärte der Projektleiter. Es werde eine Bestandsleitung ausgewechselt, die bereits Teil der Energie-Infrastruktur sei. Deshalb könnten Eingriffe in die Natur und in Siedlungsgebiete im Vergleich zu Trassenneubauten bis auf wenige Ausnahmen sehr deutlich minimiert werden.

Zurzeit seien Archäologen auf der Trasse, um Funde aufzuspüren oder Einschätzungen über mögliche Fundstätten treffen zu können. "Wenn die Archäologen die Trasse freigegeben haben, werden wir im Juni damit beginnen, den Arbeitsstreifen herzurichten", so Egle.

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