Schimmel im Kindergarten muss weg

In einem Gebäude der "Pusteblume" sind umfangreiche Sanierungsarbeiten nötig

Werdau.

Im Haus II der kommunalen Kindereinrichtung "Pusteblume" in Werdau rücken in absehbarer Zeit die Handwerker an. Für die Trockenlegungsarbeiten im Gebäude der integrativen Tagesstätte an der Braustraße haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Stadtrates dem Baubeschluss zugestimmt.

Im Gebäude sei ein erhöhtes Risiko für eine gesundheitliche Gefährdung durch Schimmelpilze festgestellt worden. Durch den sofortigen Einsatz von Luftwäschern bei ständigem Filterwechsel könne eine akute Gefahr für die Kinder momentan ausgeschlossen werden. "Jedoch ist das nur eine Maßnahme zur Verbesserung der Raumluft im Gebäude und keine Dauerlösung. Im Interesse der Kinder sollten die grundhaften Arbeiten so schnell wie möglich beginnen", sagte Sandra Hohmuth, Leiterin der Fachgruppe Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung Werdau.


Um der Ursache für die Schimmelbildung auf den Grund zu gehen, habe die Stadt elektronische Feuchtemessungen und Proben durchgeführt. Das Ergebnis zeigte, dass das Gebäude selbst sehr feucht sei, weil es kein geschlossenes System funktionstüchtiger Horizontal- und Vertikalabdichtungen hat. "Bei einem in den 1950er-Jahren errichteten Gebäude war der Einbau horizontaler Feuchtesperren üblich. Die zu dieser Zeit herrschende Materialknappheit führte häufig zur Verwendung minderwertiger Abdichtungsbahnen, die nach 60 Jahren auch verschlissen sind." In insgesamt drei Bauabschnitten soll das Gebäude saniert werden. Die erste Etappe kostet rund 100.000 Euro. Für diese Arbeiten muss eine Krippengruppe umziehen. Die Mädchen und Jungen werden im Haus 1 der "Pusteblume" untergebracht. (rdl)

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