Schlammschlacht am Parkteich: Fisch-Ertrag ist diesmal mager

Leute aus dem Heimatverein und Einwohner helfen beim Abfischen. Sie holten ungewohnt viele kleine Karpfen aus dem Wasser.

Gablenz.

Trotz eines riesigen Aufwandes gibt es nur einen überschaubaren Ertrag: Zehn Helfer haben am Donnerstag beim Abfischen am Parkteich im Crimmitschauer Ortsteil Gablenz mit angepackt. Sie holten unter anderem einen fünf Kilogramm schweren Wels aus dem Wasser. Dazu kamen rund 20 Karpfen, die mehr als 1500 Gramm auf die Waage brachten. "Das ist schon deutlich weniger als in den letzten Jahren", sagte Tino Brenner, der sich im Auftrag des Heimatvereins um die Bewirtschaftung des Parkteiches kümmert. Die Frage nach den Gründen konnte er nicht beantworten. "Wir hoffen im nächsten Jahr wieder auf einen besseren Ertrag", sagte der 30-Jährige, der eine Ausbildung zum Fischwirt absolviert hat. Obwohl Tino Brenner mittlerweile als Elektrotechniker arbeitet, bleibt er am Parkteich mit den Schuppentieren in Verbindung.

Das ist übrigens eine Ganzjahres-Aufgabe. Tino Brenner schaut mindestens einmal in der Woche am Parkteich vorbei. Dann füttert er die Tiere. Zudem muss der Zulauf kontrolliert werden. In den letzten Monaten kam oft zu wenig frisches Wasser im Parkteich an. "Deshalb mussten wir mit Unterstützung der Feuerwehr einen kleinen Damm mit Sandsäcken bauen. Mittlerweile hat der Bauhof den Zulauf erneuert", sagte Tino Brenner, der für das Abfischen den "Hut auf hatte". Zunächst musste das Wasser abgelassen werden. Danach begann für die Helfer eine Schlammschlacht. Sie sammelten mit Köchern die Fische ein. Die Tiere wurden mit frischem Wasser gesäubert. Die kleinen Karpfen kamen später zurück in den Parkteich. Die größeren Tiere wurden an Leute aus dem Dorf verkauft. Ein Teil wird geräuchert. Die gute Laune ließen sich Tino Brenner und seine Mitstreiter - trotz des überschaubaren Ertrages - nicht verderben. "Der Spaß steht im Vordergrund", sagte er. Uwe Weiland, Vorsitzender des Anglervereins in Crimmitschau, ergänzte: "Die Leute wissen, woher der Fisch, der auf dem Tisch landet, kommt."

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