Schöne Gaben und gute Taten im Advent

Heimatverein Mannichswalde verteilt Verkaufserlös an fünf Einrichtungen. Fraureuther Frauen haben sich 20 Jahre lang um Blutspender gekümmert. Patrick Donath-Franke für sein Engagement als "Held des Alltags" gewürdigt.

Karsten Egg (40), Vorsitzender des Heimatvereins in Mannichswalde, hat in diesen Tagen gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Dirk Michel und René Illgen den Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt im Crimmitschauer Ortsteil an insgesamt fünf Einrichtungen verteilt. "Die Besucher des Marktes haben ordentlich gegessen und getrunken", sagte der Vereinschef lachend, der insgesamt 2100 Euro zur Verfügung hatte. Die Summe wurde auf die Langenreinsdorfer Kindertagesstätte "Buddelflink", den Crimmitschauer Kindertreff des CVJM, das Heim der Kinderarche, die Kinderkrebshilfe Chemnitz und die Jugendfeuerwehr Mannichswalde aufgeteilt. Der "Buddelflink" in Langenreinsdorf erhielt beispielsweise 300 Euro. Einrichtungsleiterin Claudia Rütz wollte die Geldscheine zurücklegen und im kommenden Jahr zur Gestaltung der Außenanlage der Tagesstätte verwenden. Der Wunsch der meisten "Buddelflink"-Kinder sei ein Gartenhäuschen. (tmp)

Marita Pahlisch (69), Leiterin der Ortsgruppe Fraureuth der Volkssolidarität und ihre aktiven Mitstreiterinnen haben in dieser Woche zum letzten Mal Blutspender aus dem hiesigen Raum in der Erich-Glowatzky-Halle fürstlich bewirtet. "Mehr als 20 Jahre haben sich die fleißigen Frauen von der Volkssolidarität bestens um das leibliche Wohl der Spender gekümmert", sagt Antje Dombrowski, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst. "Die Damen bereiteten nicht nur den Imbiss immer liebevoll vor, sondern hatten auch stets ein nettes Wort für die Lebensretter." Am Montag war das Team zum letzten Mal im Einsatz. "Wir haben es gern gemacht. Und die Begeisterung der Spender hat uns immer wieder Auftrieb gegeben", sagt Marita Pahlisch. Zu den Spendeterminen kamen stets um die 85 Leute, auch zur "Abschieds-Vorstellung" war das nicht anders. "Ich kann den Frauen für ihr Engagement nicht genug danken", sagte der Fraureuther Bürgermeister Matthias Topitsch, der die Helferinnen noch einmal besuchte. Künftig werden die Blutspender von Harald Klötzer betreut, der das Foyer der Glowatzkyhalle bewirtschaftet. (rdl)

Patrick Donath-Franke hat die Urkunde für den "Helden des Alltags" der Bürgergemeinschaft "Für Crimmitschau" erhalten. "Er hat das Projekt ,Kinder für Kinder Crimmitschau' als Projekt der Stuck und Bau Gruppe in Zusammenarbeit mit Vereinen und anderen Unternehmen ins Leben gerufen und seit 2011 aktiv und mit viel Engagement betreut", begründet Fraktionsvorsitzende Sarah Wagner. Hilfsbedürftige Kinder werden begleitet und Aktionen von Kindern für Kinder unterstützt. Sportvereine, Schulen, Kindergärten, Hilfsorganisationen und soziale Einrichtungen stehen dabei im Fokus. Dafür wurden zahlreiche Aktionen, wie Osterfeste auf der Piazza, Benefizspiele, Sportfeste, Wettbewerbe und Spendenaktionen ins Leben gerufen und organisiert. Nachdem bereits Kinder in Rumänien und viele Crimmitschauer Kinder in Vereinen oder sozialen Einrichtungen unterstützt wurden, hat sich das Projekt in den vergangenen drei Jahren der Unterstützung des Kinderhospizes "Bärenherz" in Markleeberg verschrieben. "Dank des Engagements von Patrick Donath-Franke, der immer wieder Geschäftspartner und Bekannte in seinem Umfeld auf die Aktion aufmerksam macht, konnten im September 18.969,50 Euro an das Hospiz übergeben werden." Den Crimmitschauern ist das Projekt durch die regelmäßige Weihnachtsmarktaktion, bei der die Kinder im Rathaus backen und basteln können, in Erinnerung. Innerhalb dieser Veranstaltung übergab die Bürgergemeinschaft neben der Urkunde auch 320 Euro für das Kinderhospiz, sagte Sarah Wagner. (rdl)

Barbara Klepsch (54), Sächsische CDU-Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, war in dieser Woche zu Gast im Hospiz in Werdau und hat sich über die Arbeit der Beschäftigten der Einrichtung informiert. "Wir freuen uns, dass das Thema Hospiz und palliative Versorgung zunehmend in den Fokus der Wahrnehmung gerückt wird, denn dort gehört es als Teil des Zusammenlebens auch hin", sagte Einrichtungsleiterin Ramona Badura. Von der zukünftigen Regierung wünsche man sich ein ebenso großes Engagement in dieser Sache und hoffe auf ähnlich interessierte Abgeordnete und Unterstützer. Anfang des Jahres war CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer, der zum Neujahrsempfang in der Pleißestadt war, der Einladung des Hospizes gefolgt. Im Mai schaute sich Staatssekretärin Regina Kraushaar das Haus an und konnte sich einen Eindruck von der Arbeit verschaffen. (rdl)

Friedrich-Wilhelm von Rauch (63), Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, übergab am Mittwochnachmittag gemeinsam mit Zwickaus Sparkassenchef Felix Angermann für die begonnene Innensanierung der Werdauer Marienkirche die entsprechende Förderzusage an Pfarrer Andreas Richter. Mit diesen Mitteln wird ermöglicht, dass der Altar komplett restauriert sowie die Restaurierung der Pfeilerkapitelle, der Pilaster und der Deckenrosetten mit den Engelköpfen erfolgen kann. "Die so engagiert vorangetriebenen Restaurierungsarbeiten bedeuten für die Kirche so etwas wie ihre Wiederentdeckung. Am Ende wird ein herausragender Bau und kulturhistorischer Schatz zurückgewonnen sein", betonte Friedrich-Wilhelm von Rauch, der allerdings die genaue Höhe der Fördermittel nicht verraten wollte. "Seit 1996 haben wir allein im Freistaat Sachsen für 805 Projekte eine Gesamtsumme von rund 38 Millionen Euro bereitgestellt", gab er sich diplomatisch. Die Werdauer Marienkirche wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 nach den alten Plänen des Dresdener Baumeisters Samuel Locke restauriert werden. (tmp)

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