Schule bekommt ein Multifunktionsgebäude

Den Beifall der Lehrer des Gymnasiums Werdau erhielt einer der letzten Beschlüsse des alten Stadtrates.

Werdau.

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Werdau bekommt einen Zwischenbau, der das Hauptgebäude mit der Sporthalle verbindet. Das haben am Donnerstagabend die Mitglieder des Stadtrates Werdau auf ihrer letzten Zusammenkunft in alter Besetzung einstimmig beschlossen. Knapp 15 Pädagogen des Gymnasiums die in den Ratssaal gekommen waren, klatschten für diese Entscheidung Beifall.

Rund 2,4 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten, das in den Jahren 2019, 2020 und 2021 umgesetzt werden soll. Dafür gibt es knapp 1,3 Millionen Euro Förderung. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) führte aus, dass sich entgegen der ursprünglichen Pläne das Bauvorhaben verteuert habe. Aber es sei jetzt bereits ein finanzieller Puffer eingeplant, falls es noch Überraschungen beim anstehenden Baugeschehen gäbe. Die Verteuerung der Maßnahme sei unter anderem dadurch zu erklären, dass weitere Dinge gleich noch mit erledigt werden. Czarnecki nannte die komplette Sanierung der im Schulhaus befindlichen Toiletten. Allein das kostet 95.000 Euro.


Das Hauptgebäude der altehrwürdigen Schule an der Alexander-von-Humboldt-Straße wird barrierefrei gemacht. Unter anderem wird dafür ein Fahrstuhl angebaut. Außerdem bekommen die mehr als 500 Schüler künftig einen hellen, freundlichen und modernen Speiseraum, der seinen Namen auch verdient. Derzeit essen die Jugendlichen in den Kellerräumen, wo es sehr beengt zugeht. Mit dem Zwischenbau werden außerdem ein Versammlungssaal sowie ein Raum für den Profilunterricht geschaffen.

"Wer den Speiseraum kennt, weiß, dass es für das Baugeschehen endlich Zeit wird", sagte Stadtrat Andreas Gnaden (CDU). Andreas Wimmer (FDP) sagte, dass die Fraktion die Art und Weise gestört habe, wie der Stadtrat vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei. Wimmer meinte damit die Explosion der veranschlagten Baukosten für dieses Vorhaben. "Trotzdem sind wir dafür, dass es gemacht wird." Alexander Diehl (Freie Wähler) sagte, dass man zur Kenntnis nehmen musste, dass wegen des Schulprojektes andere Maßnahmen, wie der Abbruch des ehemaligen Finanzamtes, verschoben werden müssen. Der OB zeigte sich optimistisch, dass diese Vorhaben nicht komplett unter den Tisch fallen, sondern mit entsprechender Förderung zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.

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