Stadt verkauft Areal der früheren Möbelfabrik

Über Bauvorhaben an dieser Stelle herrscht noch keine Klarheit

Werdau.

An eine Firma aus Gera ist das Grundstück der ehemaligen Möbelfabrik an der Pestalozzistraße/Braustraße in Werdau verkauft worden. Der Stadtrat Werdau hatte auf seiner jüngsten Sitzung mit 16Ja-Stimmen, siebenmal Nein und zwei Enthaltungen der entsprechenden Beschlussvorlage zugestimmt. Das Grundstück war 2007 innerhalb einer Zwangsversteigerung durch die Stadt erworben worden und einige Jahre lang eine Wildblumenwiese. Der Abbruch der Gebäudesubstanz der ehemaligen Möbelfabrik erfolgte mit Fördermitteln. Die Zweckbindungsfrist dieser Fördermittel ist voriges Jahr abgelaufen, sodass ein Weiterverkauf möglich ist, ohne Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Das Grundstück wechselte für 285.000 Euro den Besitzer.

Unklarheit herrschte während der Ratssitzung, was genau auf dem Gelände denn entstehen soll. Wie Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) sagte, will wohl der benachbarte Netto-Markt auf diesem Gelände neu bauen. Was dann mit dem jetzigen Einkaufsmarkt passiert, dazu gäbe es momentan noch keine Aussage. Stadtrat Friedrich Piehler (CDU) vertrat die Meinung, dass es in Werdau genügend Discounter gäbe. Der OB meinte, dass das in Werdau-Ost nicht unbedingt der Fall sei. Vor allem müsse geprüft werden, wie die Zufahrten auf das Grundstück erfolgen, die Anlieferung geregelt sein wird, ohne Anwohner und auch die Schüler des benachbarten Gymnasiums zu belästigen oder zu gefährden, sagten andere Stadträte. Alle Zweifel konnten nicht ausgeräumt werden. Deshalb kam nur ein Mehrheitsbeschluss zustande.

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