Triathleten aus ganz Europa messen sich an der Talsperre

90 Jahre Kober: Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr rund um das Gewässer ein Triathlon statt. Der sportliche Dreikampf hat das Naherholungsgebiet weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht.

Langenhessen.

Zwei Monate bevor auf dem Gelände des Strandbades das 90-jährige Jubiläum der Koberbachtalsperre begangen wird, feiern die Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land auf dem Areal ein ganz anderes Jubiläum. Zum zehnten Mal findet am letzten Juniwochenende unter der Federführung der Hilfsorganisation der Koberbachtal-Triathlon statt.

Regie bei der Organisation der Großveranstaltung führt Ronny Enke. Er ist zugleich einer der geistigen Väter der Veranstaltung, die 2010 den Koberbachtal-Triathlon ins Leben gerufen haben. "Insgesamt hatten wir bisher mehr als 5000 Teilnehmer, darunter Sportler aus Frankreich, Tschechien, Polen und Rumänien", sagt Ronny Enke. Er hofft auch in diesem Jahr auf eine große Resonanz. "Bisher haben sich auf unserer Homepage online rund 200 Personen angemeldet. Das entspricht in etwa der Zahl um die Zeit im Vorjahr", sagt Enke zufrieden.

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Dabei haben die Organisatoren vor zehn Jahren ganz klein angefangen. Ronny Enke organisierte 2010 das traditionelle Meilenschwimmen in der Koberbachtalsperre. Damals war der Crimmitschauer noch Leiter der DRK-Ortsgruppe Mannichswalde und mit Andreas Voigt aus Zwickau befreundet. Der Zwickauer, Mitglied der Abteilung Triathlon beim SV 04, hatte zu dem Zeitpunkt bereits mehrmals an internationalen Ironman-Wettbewerben teilgenommen. In punkto Triathlon war der Raum Zwickau noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Also setzten sich die beiden sportbegeisterten Männer zusammen und versuchten, einen sportlichen Dreikampf an der Koberbachtalsperre auf die Beine zu stellen. Für das Duo bot das Areal ideale Bedienungen, um dort die drei zum Triathlon gehörenden Disziplinen - Schwimmen, Radfahren und Laufen - absolvieren zu können. "Wir wollten mit der Veranstaltung ein neues Sportangebot unterbreiten und zugleich ein bisschen Werbung für die Talsperre machen. Die Schönheit des gesamten Geländes und die vielfältigen Möglichkeiten, die das Naherholungsgebiet bietet, werden oftmals noch unterschätzt", sagt Ronny Enke. Damit die Teilnehmer an der Premiere auch ideale Bedingungen vorfanden, führten die Mitglieder der Wasserwacht rund um die Talsperre mehrere Arbeitseinsätze durch. Deren Einsatz wurde belohnt. Die Premiere wurde ein voller Erfolg. "Wir hatten die Anzahl der Teilnehmer auf 300 Starter begrenzt, damit das Ganze nicht ausuferte. Schließlich war die Premiere für uns Neuland", erinnert sich Ronny Enke.

Die gute Organisation, die idealen Bedingungen und das passende Umfeld hatten sich schnell in den Sportlerkreisen herumgesprochen, sodass das Feld der Teilnehmer von Jahr zu Jahr wuchs und auch das Angebot immer weiter ausgebaut wurde. Inzwischen bieten die Organisatoren als eine der wenigen in Deutschland neben dem Triathlon auch den Quadrathlon an. Mittlerweile reicht das sportliche Angebot vom Minimarathon für die ganz Kleinen über den Schülermarathon bis hin zum Olympischen Triathlon. Seit drei Jahren gehört auch ein Angebot für reine Läufer und Wanderfreunde dazu.

Ein Selbstläufer ist der Koberbach-Triathlon auch im zehnten Jahr des Bestehens für die Organisatoren nicht geworden. "Wir benötigen an beiden Tagen insgesamt rund 140 Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die Palette der organisatorischen Fragen, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung geklärt werden müssen, ist immens. Das beginnt bei der Beschaffung der Medaillen und Urkunden und reicht bis zur Versorgung der Teilnehmer. Dazu braucht man ein ganzes Team, alleine ist so etwas nicht zu schaffen", sagt Ronny Enke.

Dass er und Andreas Voigt inzwischen getrennte sportliche Wege gehen und die Veranstaltung in Westsachsen Konkurrenz bekommen hat, stört Ronny Enke nicht. "Wir haben uns im Laufe der Jahre bei den Interessenten einen guten Ruf erarbeitet und unter den Teilnehmern auch etliche Sportler, die jedes Jahr wiederkommen. Der Erfolg ist für uns das größte Lob und zugleich Ansporn, jedes Jahr ein bisschen besser zu werden.

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