Verkehrsplan: Das fordert Werdau

Der Freistaat will den Landesverkehrsplan aktualisieren und hat dafür ein Konzept erarbeitet. Dazu ist die Meinung der Kommunen gefragt. Die Stadt Werdau hat konkrete Vorstellungen.

Werdau.

141 Seiten umfasst der Landesverkehrsplan für den Freistaat. Das Papier, gültig bis 2025, wurde 2012 vom Kabinett beschlossen. Zu den wichtigsten Verkehrsprojekten, die in den zurückliegenden Jahren realisiert wurden, gehörten unter anderem die Inbetriebnahme des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes und der Bau der Mittel- oder Westtrasse. Drei Projekte, von denen die Region Werdau/Crimmitschau profitiert. Jetzt will die Landesregierung den Verkehrsplan bis 2030 fortschreiben und zum vorliegenden Entwurf die Meinung der Kommunen wissen. Der Stadtrat hat sich dazu auf seiner jüngsten Sitzung positioniert. Was will die Stadt?

Straßenbau: Die Kommune fordert einen Ringschluss der Mitteltrasse nordwestlich von Zwickau zwischen der B 175 und der B 93. Neu ist das Projekt nicht, jedoch im Entwurf des neuen Verkehrsplanes nicht mehr enthalten. Nach Auffassung der Stadt ist der Ringschluss jedoch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region dringend erforderlich. Mit der Realisierung soll die Stadt zugleich vom Verkehr entlastet werden. Derzeit läuft der gesamte Durchgangsverkehr von der A 72 über die S 293 (Mitteltrasse) in Richtung A 4 über die B 175 durch das Stadtgebiet mit angrenzender Wohnbebauung sowie einem Schulstandort.

Sascha Aurich

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Nahverkehr: Begrüßt wird von der Kommune die geplante Einführung des Plus-Busses, der im Stundentakt Werdau mit Zwickau verbinden soll. Das reicht nach Meinung der Verwaltung nicht aus. Die Stadt plädiert für eine weitere Plus-Bus-Verbindung von Werdau nach Crimmitschau, insbesondere für die Arbeitspendler zur Anbindung an die Gewerbegebiete Crimmitschau/ Meerane, die nicht mit der S-Bahn zu erreichen sind. Außerdem sollen die bestehenden Buslinien am Bahnhof in Werdau besser mit der S-Bahn und der Vogtlandbahn verzahnt werden.

Güterverkehr: Das Rathaus schlägt die Umgestaltung der Flächen des ehemaligen Güterbahnhofes und der anschließenden Brachflächen der Bahn an der Sachsen-Franken-Magistrale von Leipzig-Werdau-Plauen-Hof zu einem Railport vor. Der Standort würde nach Auffassung des Rathauses eine schnelle Verbindung zwischen Schiene und Straße durch die angrenzende Westtrasse ermöglichen.

Radwege: Für Werdau hat die Aufnahme des bereits beantragten Radweges an der S 314 (Ortsausgang Langenhessen und Ortseingang Langenbernsdorf) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur touristischen Erschließung der Koberbachtalsperre bis zum Werdauer Wald Priorität. Das Rathaus fordert deshalb eine Aufnahme des Projektes in den Landesverkehrsplan.

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