Von Helden, die den Alltag bereichern

Fanfarenzug Crimmitschau wird trotz Pannen sächsischer Vizelandesmeister. Bei der Volleyballturnier-Premiere in Dänkritz gibt es keine Verlierer. Werdauer engagieren sich für Wiederbelebung der Siedlerfest-Tradition.

Holger Norden (74), Mitglied des Heimatvereins in Crimmitschau, hat am Mittwoch die Auszeichnung als "Held des Alltages" erhalten. Sie wird einmal im Monat von der Bürgergemeinschaft "Für Crimmitschau", die rund 90 Mitglieder hat, verliehen. Der Vorschlag kam von Zahnarzt Christian Richter, der für die Bürgergemeinschaft im Stadtrat sitzt. "Wir wollen damit sein Engagement für Heimatverein und Historische Sammlung würdigen. Holger Norden investiert viel Freizeit, um die Geschichte unserer Stadt zu bewahren", sagt Christian Richter, der neben Blumen und Urkunde auch noch ein ganz persönliches Geschenk übergeben konnte. Dabei handelte es sich um ein Aquarell mit dem Blick auf den Paradiesgrund. Das Bild stammt vom verstorbenen Heimatmaler Gottfried Frenzel. (hof)

Manuel Hahn (34), Vorsitzender des Fanfarenzuges aus Crimmitschau, musste am Wochenende sein Improvisationstalent unter Beweis stellen. Für die 40 Mitglieder des Musikkorps lief bei den Landesmeisterschaften in Lommatzsch nicht alles rund: Die Musiker aus Eilenburg, mit denen der Fanfarenzug an den Start ging, hatten eine Buspanne. "Wir mussten die Eilenburger mit dem Auto abholen", sagt Hahn. Die Organisatoren hatten die Fanfarenzüge aus Crimmitschau und Eilenburg nicht mit für das gemeinsame Frühstück eingeplant. "Deshalb mussten wir uns am Sonntagfrüh die Verpflegung an der Tankstelle besorgen", sagt der Vereinschef. Beim Wettbewerb landeten die Teilnehmer aus Crimmitschau und Eilenburg auf dem zweiten Platz. Hahn: "Auch wenn es noch immer nicht zu Gold gereicht hat, bin ich verdammt stolz auf meine Leute. Sie haben ihr Bestes gegeben. Wir werden aus unseren Fehlern lernen und im nächsten Jahr in Großpösna erneut angreifen." (hof)


Birgit Hilbig (63), stellvertretende Vorsitzende der 1. Dänkritzer Frauensportgruppe, und Ortswehrleiter Enrico Hilbig (42) waren mit einer Premiere in ihrem Dorf vollauf zufrieden. Sport frei hieß es dort bei einem kleinen Volleyballturnier zwischen den Frauen und den Feuerwehrmännern auf dem Mehrzwecksportplatz hinter dem Parkplatz an der Dänkritzer Schmiede. Auch wenn die Jungs von der Feuerwehr kräftemäßig im Vorteil waren, die Sportfrauen hatten nicht nur gut trainiert, sondern auch einige Männer aus der Feuerwehr überzeugen können, ihr Team zu verstärken. Drei Mannschaften kämpften gegeneinander und zeigten so manch lustige Einlage. Diese wurden von den Zuschauern am Spielfeldrand mit Beifall und Trompetenkonzert belohnt. Spaß an der Freude, so lautete die oberste Spielregel, die Schiedsrichter Florian Falke umsetzte. "Gewonnen haben alle", so lautete das Fazit von Enrico Hilbig. Und Spaß gemacht hat es auch allen, egal ob Ursula Falke (75) als ältestes aktives Mitglied im Dänkritzer Frauensportverein oder Ferenc Hilbig (14) als jüngstes Mitglied aus den Reihen der Wehr. Im Anschluss an das Turnier ließen Spieler und Zuschauer auf dem Areal der Minigolfanlage den Tag in geselliger Runde ausklingen. Im kommenden Jahr soll es eine Neuauflage geben. (rwa)

Alexander Moser (34) ist in der Werdauer Friedenssiedlung aufgewachsen und hat sich dort ein neues Zuhause geschaffen. "Schon während der Bauphase kam mir und meiner Lebensgefährtin die Idee, die einstigen Siedlerfeste wieder neu zu beleben." Opa Heinz Moser hatte die Siedlerfeste immer mit organisiert. Und so beteiligten sich in diesem Jahr die Siedler erstmals am Sichemfest, das am Sonntag bereits zum 95. Mal gefeiert wurde. "Wir möchten uns ab sofort jedes Jahr bei diesem Fest mit einbringen." Zum Auftakt organisierten die Siedler das Kinderschminken. Zufrieden war auch Johannes Queck (63), der seit neun Jahren die Heimstätte Sichem leitet. Besonders gefreut hat er sich über den Besuch einer ehemaligen Diakonissin, die hier vor 16 Jahren noch im Dienst stand. "Mittlerweile zählt sie genauso viele Lenze wie unsere Einrichtung." Besonders schön sei der neu belebte Kontakt zu den Siedlern. "Wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit." (rwa)

Daniel Geschwandtner, Karsten Weißgerber, Daniel Plehn und Katja Drechsler haben vor mittlerweile zehn Jahren den Förderverein der Kindereinrichtung "Buddelflink" in Langenreinsdorf ins Leben gerufen. Heute hat er 22 Mitglieder. "Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in der materiellen Unterstützung der Einrichtung bei Veranstaltungen, wie zum Beispiel beim Sommerfest. Besonderen Wert legen wir auf die Verbindung zum Ort, zu Sponsoren und Gönnern, die ausschließlich aus der Region stammen. Claudia Rülz, Leiterin der Kindereinrichtung "Buddelflink" in Langenreinsdorf, hat bei der Eröffnung des Sommerfestes auch die erfolgreiche Arbeit des Fördervereins der Kita gewürdigt. (wolfr)

Thomas Helbig (30), Leiter der Geschäftsstelle des ETC Crimmitschau, hat sich mit 94 Nachwuchssportlern und Trainern am Mittwoch einer sportlichen Herausforderung gestellt: Sie nahmen an der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes in Limbach-Oberfrohna teil. Bei tropischer Hitze mussten Übungen aus den Bereichen Kraft, Schnelligkeit und Koordination absolviert werden. "Neben den Bäumen wurde mit Zelten und Getränken für ausreichend Schatten und Erfrischung gesorgt", sagt Thomas Helbig und ergänzt: "Der Wettkampf war eine gelungene Abwechslung zum Sommertrainingsalltag. Dabei wurde durch die verschiedenen Disziplinen die Vielseitigkeit, die für einen Eishockeysportler wichtig ist, geschult und trainiert." (hof)

Noah Schwarzenberger (15) von der Diesterwegoberschule in Werdau freut sich ganz besonders auf die bevorstehenden Ferien. Innerhalb eines internationalen Schüleraustauschs wird der Jugendliche in den Sommerferien für zwei Wochen in die Hauptstadt von China, nach Peking fliegen. "Ich wohne dort bei einer Gastfamilie", sagt der Jugendliche, der auch Schülersprecher in seiner Schule ist. Gesprochen wird Englisch. "Der Aufenthalt dient der Verbesserung meiner Sprachkenntnisse, aber auch dazu, das Land und die Menschen kennenzulernen." Der junge Mann war bereits im vergangenen Jahr für vier Wochen auf Malta. Über das sächsische Staatsministerium für Kultus hatte er ein Auslands-Stipendium erhalten. (rdl)

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