Vorsorge vor möglichen Angriffen von Wölfen

Landesumweltamt legt Nutztierhaltern Schutzmaßnahmen nahe

Zwickau.

Im Frühjahr entfernen sich viele junge Wölfe von ihrem Rudel, um einen Partner und neues Territorium zu suchen. Deshalb informiert Landesumweltamt die Halter von Tieren über Vorsorge und wie sie ihre Nutztiere vor Wolfsangriffen schützen können. Bei ihren Wanderungen können die Tiere Distanzen von mehreren Hundert Kilometern zurücklegen. Aus diesem Grund gibt es derzeit auch Wolfssichtungen, wo Experten bisher keine Territorien bestätigt haben. So wurde am 13. April ein junger Wolf gefilmt, der durch Crimmitschau zog. Zudem gab es mehrere Sichtungen im Landkreis Zwickau, bei denen es sich möglicherweise auch um junge Wölfe handelte.

Tierhaltern rät das Landesumweltamt, die Schutzmaßnahmen und mögliche Schwachstellen wie Durchschlupfstellen bei den Weidezäunen zu überprüfen. Dabei böten Stromzäune einen wirksamen Schutz, da ein Stromschlag den Wolf abschreckt. Das Amt empfiehlt hierbei eine Stromspannung von 4000 Volt. Des weiteren sollten die Zäune eine Mindesthöhe von einem Meter besitzen, um den Wolf daran zu hindern, darüber zu springen. Bei Wildgattern sollten die Halter auf einen Schutz vor dem Untergraben des Zaunes durch den Wolf achten. Eine zusätzlich angebrachte Zaunschürze aus Knotengeflecht an der Außenseite des Zauns könne dies bewirken, heißt es.

Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe können sich Nutztierhalter im Rahmen der Förderrichtlinie "Natürliches Erbe" fördern lassen. Der Fördersatz liegt in Sachsen bei 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Huftiere wie Schafe und Ziegen zählen zum Beuteschema des Wolfs. Werden Wolfsrisse vermutet, sollte eine Meldung innerhalb von 24 Stunden bei der Fachstelle Wolf eingehen.

www.wolf.sachsen.de

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