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Das gemeinsame Spielen machen Austauschschüler Carlos Andrés Rosales y Rosales (links), Gastbruder Valentin sowie Gastmutter Diana Friemel großen Spaß.

Foto: Georg Ulrich Dostmann

Gastschüler erlebt nicht nur beim Wetter große Unterschiede

Carlos Andrés Rosales y Rosales hat während eines Schüleraustausches die letzten drei Monate bei einer Gastfamilie in Schneeberg gelebt. In dieser Zeit genoss der 16-Jährige die erzgebirgische Küche. Nur ein Gericht fehlte.

Von Georg Dostmann
erschienen am 05.12.2017

Schneeberg. Im Erzgebirge schmeckt es ihm! Ganze sechs Kilo hat Carlos Andrés Rosales y Rosales seit er im September nach Deutschland gekommen ist schon zugenommen. "Das Essen hier ist deutlich kalorienreicher als in meiner Heimat. Außerdem möchte ich in den drei Monaten meines Aufenthalts alles einmal probieren. Am liebsten esse ich Döner und Gulasch", sagt der Austauschschüler aus El Salvador. Nur etwas gibt es hier nicht: Pupusa. Das Nationalgericht von El Salvador ist eine Art Tortilla gefüllt mit Käse und Bohnen - und sein Leibgericht. Zudem vermisst der 16-Jährige am meisten seine Familie sowie seine Freunde.

In seinem Heimatland besucht der Jugendliche eine deutsche Privatschule, an der seine Mutter als Biologielehrerin arbeitet. Diese Einrichtung schlägt jedes Jahr die besten 30 Schüler einer Klassenstufe für einen Auslandsaufenthalt vor. Wie Carlos war auch bereits seine Schwester Gabriela Beatriz vor vier Jahren bei Familie Friemel in Schneeberg zu Gast. Ein Jahr später besuchte deren Tochter Alicia seine Familie in El Salvador.

Carlos, der das erste Mal in Deutschland ist, besucht während seines Aufenthalts das Gymnasium in Kirchberg. Im Vergleich zu seiner Schule in El Salvador gebe es nur wenige Unterschiede. Lediglich der Unterrichtsstoff sei in Deutschland deutlich schwerer, da mehr Wert auf Bildung gelegt werde, berichtet der Teenager.

"Beim Wetter gibt es im Vergleich zu meiner Heimat hingegen große Unterschiede. Bei uns gibt es nur eine Regen- und eine Trockenzeit", sagt Carlos. Mitte November hat der 16-Jährige das erste Mal in seinem Leben Schnee sehen dürfen, als er mit seiner Gastfamilie einen Ausflug auf den Fichtelberg unternahm. Bislang kannte er den Winter immer nur von Fotos und Filmen. Auch in Bezug auf das Familienleben empfindet Carlos im Vergleich zu seiner Heimat deutliche Unterschiede. Die Familien in Deutschland wären deutlich offener, weshalb man sich besser mit ihnen unterhalten könne. "Außerdem sind die Eltern hier wie Freunde, wodurch die Kinder dadurch deutlich selbstständiger erzogen werden."

Der Alltag in Deutschland sei anders. "In El Salvador muss immer eine Aufsichtsperson dabei sein, wenn man das Haus verlässt. Es wäre als Jugendlicher viel zu gefährlich, sich allein im Freien aufzuhalten", sagt Carlos. Für Gastmutter Diana Friemel ist der 16-Jährige eine absolute Bereicherung. Sie erzählt: "Carlos ist ein sehr freundlicher und aufgeschlossener sowie hilfsbereiter Junge. Außerdem ist er immer sehr dankbar gewesen, wenn wir mit ihm Ausflüge unternommen haben, zum Beispiel nach Dresden, Leipzig oder auch auf die Bastei in der Sächsischen Schweiz."

Am Sonntag nun musste Carlos seine Heimreise antreten. "Ich wäre gerne noch länger bei meiner Gastfamilie geblieben, die Zeit ist für mich wie im Flug vergangen." Er kann sich vorstellen, nach seinem Abitur eventuell in Deutschland zu studieren. Auf alle Fälle möchte er den Kontakt zu seiner Gastfamilie halten und sie schnellstmöglich wieder besuchen.

 
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