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Nachdem das Feuer im fünften Stock eines Wohnhauses an der Bruno-Dost-Straße ausgebrochen war, hätte die Frau den Alarmknopf der Johanniter betätigt, den sie am Handgelenk trug.

Foto: Britta Pedersen/dpa/Symbolbild

Hausnotruf rettet Seniorin bei Feuer wohl das Leben

Alarmsystem hat Helfer über Wohnhaus-Brand in Schneeberg informiert

Von Jürgen Freitag
erschienen am 09.02.2018

Schneeberg. Glück im Unglück hatte eine Seniorin (77), in deren Wohnung in Schneeberg am Montagabend ein größerer Brand ausgebrochen war. Das Leben rettete ihr offenbar ein sogenannter Hausnotruf-Knopf. Das berichtet jetzt die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Nachdem das Feuer im fünften Stock eines Wohnhauses an der Bruno-Dost-Straße ausgebrochen war, hätte die Frau den Alarmknopf der Johanniter betätigt, den sie am Handgelenk trug. "Unsere Kollegen von der Notrufzentrale konnten so schnell Kontakt zu der in Panik geratenen Seniorin herstellen und ihr raten, das Haus sofort zu verlassen", sagt Mitarbeiterin Daniela Blume.

Über die Johanniter-Zentrale waren am Abend gleichzeitig Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert worden. "Die Seniorin hat mit dem Hausnotruf sich und ihren Nachbarn vielleicht das Leben gerettet", so Blume. Auch die Wohnungsgenossenschaft Schneeberg als Vermieterin ist überzeugt, dass die Technik Schlimmeres verhinderte. "Das hat den Rettern wertvolle Zeit gespart", sagt der Vorstandsvorsitzende Ralf Meier.

Das Feuer war gegen 19.30 Uhr ausgebrochen und drohte, auf andere Wohnungen im Gebäude überzugreifen. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand entstand, weil die Seniorin fahrlässig mit brennbaren Mitteln umging. Weitere Details wollen die Ermittler derzeit nicht bekanntgeben. Bei dem Feuer waren zwei Frauen (77 und 80) verletzt worden. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik.

Als die Rettungskräfte ankamen, brannte die Wohnung bereits lichterloh. Laut Meier herrschten Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius. Durch die Hitze des Feuers seien mehrere Seitenwände beschädigt worden, ebenso wie eine Geschossdecke. "Wenn wir sie retten können, liegt der Sachschaden bei gut 300.000 Euro", sagt Meier. "Sonst kommen wir mit einer kompletten Sanierung in Richtung einer halben Million Euro."

Erstaunlich nennt Meier, dass bei dem verheerenden Brand nur geringe Schäden durch das Löschwasser entstanden. "Das zeigt, dass die Feuerwehr sehr umsichtig gelöscht hat." Für den Einsatz zollt er den Rettungskräfte Respekt: "Wir können uns nur bedanken, vor allem bei den Feuerwehrleuten."

 
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