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Ein stilisiertes Fahrrad markiert in Blauenthal einen Knotenpunkt der Karlsroute, die Aue mit Karlovy Vary verbindet.

Foto: Anna NeefBild 1 / 2

Karlsroute wächst beiderseits der Grenze

Der Radweg, der Aue und Karlsbad verbindet, wird für 3,6 Millionen Euro erweitert - diesmal in Richtung Chemnitz. Neue Nebenrouten kommen auch in Tschechien dazu.

Von Anna Neef
erschienen am 14.11.2017

EIBENSTOCK. Karlsroute, zweiter Teil. Das Projekt liegt gut im Zeitplan. Holger Pansch als Koordinator ist halbwegs entspannt. "Nur einige Sondermaßnahmen, die wir vorab nicht auf dem Schirm hatten, müssen wir noch unter Dach und Fach bekommen", sagt er. Von Eibenstock aus lenkt und leitet er die Expansion des Radwegs, der bisher Aue und Karlsbad (Karlovy Vary) verbindet.

Bald sollen Radler bis nach Chemnitz durchrollen können, und auch auf tschechischer Seite kommen einige Attraktionen hinzu. Zwei Millionen Euro hatte der Bau der Trasse gekostet, die teils vorhandene Radwege wie den Muldetalradweg zwischen Aue und Blauenthal nutzt und vor allem den Tourismus entlang der Strecke ankurbeln soll. Im Mai 2015 wurde sie freigegeben. Und schnell war klar, dass die 60 Kilometer nicht das Ende der Fahnenstange sind. "Alle Beteiligten und neue Interessenten wollten die Route unbedingt erweitern. Denn sie kommt bei Einheimischen wie Urlaubern sehr gut an", so Pansch.

Auf Hochtouren läuft daher inzwischen Teil II des Projekts mit Investitionen in Höhe von 3,6 Millionen Euro - zu 85 Prozent kommt das Geld aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Träger ist erneut der Zweckverband Muldetalradweg, der zwölf Partner aus beiden Ländern vereint. 20 Orte entlang der Karlsroute bringen sich ein. Dieses Jahr konnte einiges abgehakt werden. "In Hartenstein wurde das Teilstück auf dem Lohgerber-Weg ausgebaut, um eine viel befahrene Straße zu umgehen."

Weitere zwei Maßnahmen folgen 2018. "In Niederwürschnitz ist ein Teilstück verbreitert und asphaltiert worden." Zudem entstehe am Gasthaus "Zur Tenne" ein Rastplatz mit Infotafel. "Andere Abschnitte sind in der Genehmigungsphase. Da brauchen wir Geduld", so Pansch, der mit dem Erreichten insgesamt zufrieden ist. In Jahnsdorf etwa gibt es am Freibad nun einen Rad- und Wanderrastplatz. Auf tschechischer Seite lief es ebenfalls gut an. Im Nachbarland kommen drei Nebenrouten hinzu.

Eine weitere Extraschleife ist an der Talsperre Eibenstock mit der dann begehbaren Staumauer geplant. Sie soll die Lücke nach Stützengrün und dem Vogtland schließen. Dafür wird eigens ein außergewöhnliches Brückenbauwerk errichtet: eine Art Wendeltreppe für Radfahrer, die so den Höhenunterschied zwischen der Mauerkrone und dem tiefer gelegenen Radweg bewältigen sollen.

Am Ende gibt es in beiden Ländern dann je vier Nebenrouten. "In Tschechien erfolgte dieses Jahr vor allem der Wegebau", sagt Pansch. Zum Beispiel bei Nová Role, wo die als Tagesausflug geeignete Porzellanroute beginnt - Stationen sind eine Kaolingrube und eine Porzellanfabrik mit Besucherzentrum. "Das wird richtig klasse", findet Pansch. Zudem schaffe jene 45 Kilometer lange Schleife von Nová Role über Chodov und Loket den Anschluss an die Eger - als Fernradweg. "Das wertet unsere Karlsroute auf und dient dem Ziel, der ganzen Region mit der Trasse einen Mehrwert zu bescheren, von dem viele Anlieger profitieren." Kultur, Natur, Tourismus - das seien die Pfeiler der Route, die auch dreisprachig mit Schildern, Flyern, Karten und via Internet vermarktet wird. Greift weiter ein Rädchen planmäßig ins andere, könnte 2018 Eröffnung gefeiert werden.

 
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